MEINE GEDANKEN

Wie geht es uns? Wie geht es uns als Individuen, uns als Familien, uns als Gesellschaft? Das Bruttoinlandsprodukt ist in Deutschland in den letzten 20 Jahren um über 60 % gewachsen. Der Dax klettert von einem Allzeithoch zum Nächsten. Ebenso die privaten Vermögen. Die Arbeitslosenzahlen sind die niedrigsten seit Jahrzehnten. Deutsche Exporte eilen von Rekord zu Rekord. Folgt man den Markern, mit denen die heutige Politikergeneration uns ihren vermeintlichen Erfolg verkaufen will dann müssten wir alle wunschlos glücklich und zufrieden sein. Wenn doch alles so toll ist, wieso geht es uns dann nicht bestens?

Wieso erleben wir eine gesellschaftliche Zerrissenheit wie nie in der Geschichte der BRD? Wieso loben Menschen aus dem Osten den Zusammenhalt zu DDR-Zeiten? Wieso erstarken extreme Parteien, während die Unterstützung für Volksparteien schwindet? Wieso eilen psychische Erkrankungen und daraus bedingte Fehlzeiten von einem Rekord zum Nächsten? Wieso sind immer mehr Menschen ohne Wohnung? Wieso überschwemmt der Hass das Internet? Wieso verspüren Menschen immer mehr Druck und fühlen sich immer gestresster? Wieso gibt es immer mehr Mobbing? Wieso beobachten wir eine solche Verrohung der Gesellschaft, wieso werden Gewaltverbrechen immer gnadenloser? Wieso sagen immer mehr Menschen, es ist keine schöne Zeit in der wir leben?

Nun es ist ganz einfach. Es geht uns deshalb nicht so gut, weil in Wahrheit nicht alles so toll ist. Wirtschaftswachstum, Exporte, Arbeitslosenzahlen etc. - Götter die wir seit Ewigkeiten anbeten ohne sie in Frage zu stellen - sind in Wahrheit gänzlich ungeeignete Indikatoren um über das Wohlbefinden einer Gesellschaft Aufschluss zu geben. Wieso geht es unserer Gesellschaft trotz der vermeintlichen Erfolge so schlecht?

DIE SIEGERGESELLSCHAFT

Nicht alle Menschen haben von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Jahrzehnte profitiert, im Gegenteil, sie hat große Gewinner und große Verlierer hervorgebracht. Die Schere zwischen arm und reich ist heute so weit geöffnet, wie noch nie seit 1945. Ähnlich sieht es mit der Chancengleichheit aus: die Armen bleiben arm, die Reichen bleiben reich. Der soziale Bildungsaufstieg ist in kaum einem Land so schwer wie in Deutschland und es wird nicht besser, es wird schlimmer. Arbeit wird heute höher besteuert als die unproduktive Vermehrung von Vermögenswerten. Gleichzeitig werden Milliarden an Vermögen quasi unversteuert an die nächsten Generationen weitervererbt. Ein neuer Geldadel entsteht. Deutschland ist jedoch insbesondere durch historische Prägung eine Siegergesellschaft. In kaum einem Land werden Sieger derart gefeiert und wird auf Verlierer derart eingedroschen wie in Deutschland. In einer Siegergesellschaft zählt der Sieg, nicht das „WIE“. In der Jugend- und Popkultur ist die Unterwerfung des anderen zu einem zentralen Element der Selbstaffirmation geworden. Gewalt und Beleidigungen werden zunehmend nicht geächtet sondern ungeniert zur Selbstinszenierung genutzt und sogar zelebriert.

„Immer mehr Menschen sagen, es ist keine schöne Zeit in der wir leben..“

In einer Siegergesellschaft ist Ungleichheit ein wesentlicher Faktor für gesellschaftliche Zerrissenheit. Ungleichheit von Einkommen, Ungleichheit von Besitz, Ungleichheit von Chancen, Ungleichheit von Anerkennung und Respekt. Wenig spaltet eine Gesellschaft derart wie das Gefühl einzelner Gruppen, abgehängt und marginalisiert - quasi kollektiv zu Verlierern degradiert – zu sein. Während Sieger vor unseren Augen weiter gefeiert werden (Politik, Sport, Kultur) schaffen es immer weniger Menschen einem Siegerideal zu entsprechen. Dies führt zu einer zunehmenden Frustration und einer zunehmenden Ellbogenmentalität in der sich jeder selbst der Nächste ist und denkt „ich muss sehen wo ich bleibe“. Nach und nach haben Freundlichkeit, respektvoller Umgang, Nächstenliebe und gesellschaftlicher Zusammenhalt Schaden genommen, während Neid, Missgunst und Rachsucht sich immer tiefer in unsere Gesellschaft hineingefressen haben. Mehr als alles andere jedoch hat sich in unserer Gesellschaft die Selbstgerechtigkeit ausgebreitet.

     Ich sage: Wir sind als Menschen wertvoll auch ohne uns über andere zu erheben. Schluss mit der Siegergesellschaft. Das Wie muss wieder zählen.

VOLKSKRANKHEIT

SELBSTGERECHTIGKEIT

Selbstgerechtigkeit beschreibt das Verhalten von Menschen, sich gewohnheitsmäßig mit anderen zu vergleichen und dabei immer wieder zu der Überzeugung zu gelangen, dass sie selbst in ihrem Verhalten und ihrem Dasein anderen moralisch überlegen sind. Einfach gesprochen, bei der Betrachtung von sich selbst kommt man eher zu einem positiven Ergebnis während man bei der Betrachtung des anderen eher zu einem negativen Ergebnis kommt. Im Englischen wird heute von „Call-Out-Culture“ gesprochen: Menschen sind permanent auf der Suche nach dem Fehlverhalten anderer um es anzuprangern (call out) und sich darüber zu empören. Call Out Culture und Selbstgerechtigkeit gehen quasi Hand in Hand miteinander einher. Es hat Selbstgerechtigkeit immer gegeben, doch nie hat sie so grassiert wie heute. "Es laufen immer mehr Komische rum.." Wer hat diesen Satz so oder so ähnlich nicht in den letzten Jahren gehört oder selbst gesagt? Die Annahme, man selber sei ganz okay aber immer mehr andere seien gestört, blöd, komisch oder sonst wie schlecht oder falsch grassiert in Deutschland. Aber wieso denken wir so?

Selbstgerechtigkeit wächst aus Unsicherheit. Sie ist im Prinzip ein Schutzmechanismus in einer Gesellschaft in der wir es nicht mehr schaffen dem gesellschaftlichen Ideal des Siegers zu entsprechen und in zunehmender Angst vor moralischer Verurteilung leben. Über die Abwertung von anderen reden wir uns deshalb unsere eigene Existenz schön und richtig und schützen uns gleichzeitig vor den Werturteilen anderer. Fragen wir uns einmal selbst, wann wir das letzte Mal einen ganzen Tag verbracht haben, ohne ein einziges schlechtes Wort über einen anderen Menschen zu sagen? Unsere Lästerkultur ist ein Auswuchs der Volkskrankheit Selbstgerechtigkeit. Da Selbstgerechtigkeit insbesondere über das Abwerten von Andersartigkeit funktioniert fördert sie ganz besonders auch Intoleranz und Engstirnigkeit.

     Ich sage: Selbstgerechtigkeit ist einfach. Selbstgerechtigkeit ist billig. Selbstgerechtigkeit erfordert keinen Mut.

Viele Menschen, denen es sehr gut geht, die auf der ‚Gewinnerseite des Lebens‘ stehen werden sich gerne selbst diesen Erfolg zuschreiben und sagen, die anderen seien ‚selbst schuld‘, dass es Ihnen nicht besser geht. Die „Selbst-Schuld-Mentalität“ zeigt uns wie grassierende Selbstgerechtigkeit einen Mangel an Empathie befeuert. Der Autofahrer schimpft über das Fehlverhalten des Radfahrers und der Radfahrer schimpft über das Fehlverhalten des Autofahrers. Dass der Autofahrer an anderer Stelle zum Radfahrer und der Radfahrer an anderer Stelle zum Autofahrer wird und beide dann auch nicht alles richtig machen wird ausgeblendet. Eigene Fehlbarkeit spielt in der selbstgerechten Existenz keine Rolle, deshalb wird sich auch immer seltener aufrichtig entschuldigt. Wer sich entschuldigt und ehrlich einen Fehler zugibt, die wir ALLE machen, ist heute der Dumme, der Verlierer, der Schwache. Dabei erfordert gerade die Entschuldigung die größte Stärke und den größten Anstand.

CALL-OUT CULTURE BEENDEN!

Wer glaubt, er könnte die Gesellschaft zu einer besseren machen in dem er Menschen für vermeintliches Fehlverhalten anprangert und diffamiert, ist auf dem Holzweg. Im Gegenteil, wir vergiften mit diesem Verhalten unsere Gesellschaft. Irgendwann hat sich in jeden die Angst eingeschlichen von anderen als schlecht oder falsch dargestellt zu werden. Eine solche Angst führt nur zu Konformismus und noch mehr Selbstgerechtigkeit. In einer Gesellschaft in der wir uns gegenseitig mit Selbstgerechtigkeit überziehen ist es unglaublich schwierig diesem Druck zu widerstehen, aus Angst dadurch unter die Räder zu geraten. Mehr als alles andere erfordert es deshalb großen Mut, selber die ersten Schritte auf diesem Weg zu beschreiten während Menschen um uns herum hierzu vielleicht noch nicht bereit sind. Der Weg zurück zu mehr Großmut und Nächstenliebe ist ein langer, steiniger Weg. Vielleicht braucht es dafür sogar eine ganze Generation.

Ich sage: Call-Out Culture muss beendet werden. Wir sind besser als das.

Lasst uns mit kleinen Schritten beginnen. Lassen Sie uns weniger schnell urteilen, auch wenn andere sich schlecht benehmen. Wir haben alle schlechte Tage. Keiner von uns möchte als Mensch nach seinen schwächsten Momenten beurteilt werden, da stünde keiner von uns gut da. Lasst uns öfter die Kraft finden, anderen Menschen mit Verständnis zu begegnen und nicht ihr vermeintliches Fehlverhalten zu benennen. Anstatt andere abzuurteilen, lasst uns lieber an unseren eigenen Fehlern arbeiten. Nachsicht und Vergebung müssen an die Stelle von Empörung und Diffamierung treten. Lasst uns gemeinsam an der Deradikalisierung der Gesellschaft arbeiten. Lassen Sie uns gemeinsam lernen wieder rücksichtsvoller und freundlicher zu einander zu sein und anderen Menschen mit Verständnis und Empathie zu begegnen. Am Ende des Tages ist nämlich nicht wichtig, ob wir als Sieger dastehen. Wichtig ist, wie es uns geht. Uns als Individuen. Uns als Familien. Uns als Gesellschaft.

Ich sage: Wichtig ist, wie es uns geht.

 WAS KÖNNEN WIR TUN?

Ich predige. Aber ich möchte nicht nur predigen. Denn schöne Worte allein werden nicht zum Erfolg führen. Im Folgenden stelle ich politische Konzepte vor, die uns ganz konkret dabei helfen sollen, wieder zu einer besseren Gesellschaft und zu besseren, zufriedeneren und gesünderen Menschen zu werden. Vor allem aber, ist für mich das BEDINGUNGSLOSE GRUNDEINKOMMEN ein großer Schritt hin zu einer besseren Gesellschaft mit mehr Chancengleichheit, gegenseitigem Respekt, mehr Freundlichkeit und weniger Neid, Missgunst und Stigmatisierung. Lesen Sie hier, wie sehr das bedingungslose Grundeinkommen dazu beitragen kann, unsere Gesellschaft zu heilen. Des Weiteren möchte ich durch mein Leitkonzept Gesellschaft 4.0 zeigen, wie das Verhältnis von Bürger und Staat grundsätzlich neu geordnet werden kann und wie die im 21. Jahrhundert alles umfassende Digitalisierung von einer gefühlten Belastung zu etwas werden kann, dass unser Leben schöner, einfacher und komfortabler und uns gesünder, zufriedener und entspannter machen kann.

  ALLE KONZEPTE IM ÜBERBLICK  

Wie oben beschrieben sind Marker wie das Bruttoinlandsprodukt, die Arbeitslosenzahlen oder der DAX vollkommen ungeeignet, um das Wohlbefinden einer Gesellschaft abzubilden. Ich stehe für Ganzheitlichkeit. Wir brauchen deshalb einen Index, der das Ganze unserer Gesellschaft abbildet. Keine Regierung soll sich mehr alleine mit Wirtschaftswachstum oder Arbeitslosenzahlen schmücken können während es vielen Menschen immer schlechter geht. In einem ganzheitlichen Gesellschaftsindex müssen eine Vielzahl von Faktoren Berücksichtigung finden, darunter die bisher dominanten Wirtschaftsfaktoren (BIP, Exporte, Investitionen, Arbeitsstatistik etc.), sowie Gesellschaftliche (Bildung, Infrastruktur, Versorgung, Gleichstellung, Armut etc.) und solche aus den Bereichen Umwelt (Verschmutzung, Nachhaltigkeit, Biodiversität, Erderwärmung), Gesundheit (Medizin, Versorgung, Fehlzeiten etc.), Recht und Sicherheit (Kriminalität, Korruption, juristische Verfahren etc.) und Zukunft (Technologien, Forschung, Start-UPs, Patente, etc.). Nicht zuletzt müssen Erhebungen dazu stattfinden, wie die Bürger sich fühlen, ganz subjektiv betrachtet. Geht es uns gut, sind wir zufrieden, fühlen wir uns gerecht behandelt, sind wir optimistisch, haben wir Ängste?

     Ich sage: Nur anhand eines ganzheitlichen Gesellschaftsindex kann der Zustand unserer Gesellschaft und der Erfolg von Politik bemessen werden.

 

Medien haben schon immer ökonomischen Gesetzmäßigkeiten unterlegen. Eine Zeitung musste schon immer Geld verdienen und dazu musste sie die Interessen ihrer Leser bedienen. Mit der Digitalisierung gibt es heute jedoch eine neue Dimension des Analysierens von Konsumverhalten. Jeder Click, jede Verweilzeit werden ausgewertet und über den Verkauf von Werbung monetarisiert. Diesen führt zu einem nie dagewesenen Druck, wirtschaftlich ‚erfolgreiche‘ Berichterstattung zu produzieren. Jeder einzelne Journalist befindet sich damit in einem ökonomischen Wettbewerb. Noch viel mehr als früher liefern uns Medien heute deshalb Berichterstattung die wir gerne konsumieren. Sensationslust, Klick-Bait, Polarisierung: Je drastischer Berichterstattung desto erfolgreicher. Die Digitalisierung hat uns ein Medienproblem beschert und die Medien können im Prinzip nichts dafür. Sie folgen lediglich marktwirtschaftlichen Mechanismen.

Diese Art der zunehmend polarisierenden Berichterstattung spaltet und vergiftet unsere Gesellschaft. Sie befeuert Selbstgerechtigkeit, Hass, Intoleranz, Radikalisierung und Empathielosigkeit. Sie trägt maßgeblich zur Call-Out-Culture bei. Um dem zu begegnen werde ich eine staatliche Medienaufsicht installieren, die den Medien dabei hilft, sich von ihren ökonomischen Zwängen zu befreien. Die Freiheit der Medien bleibt hierbei selbstverständlich unangetastet.

Es funktioniert so: Alle Medien bekommen jährlich gemäß ihrer Natur (Zeitung, Online, etc.), ihrer Auflage und ihrer Anzahl an Mitarbeitern eine staatliche Förderung zugesprochen. Diese soll Ihnen dabei helfen sich unabhängiger von Werbung zu machen. Die Medienaufsicht analysiert Berichterstattung und spricht Rügen aus, wenn diese einseitig, polarisierend, verurteilend, oder sensationsheischend ist, oder wenn Meinung nicht klar als solche gekennzeichnet wird. Auch die Bewerbung von Inhalten mit effektheischendem oder sexualisiertem Bildmaterial wird gerügt. Verdachtsfälle können von Bürgern über die Bürger-ID (siehe Verwaltung 4.0) direkt an die Medienaufsicht gemeldet werden. Für jede ausgesprochene Rüge, reduziert sich die Menge an Fördergeld, die die Medien erhalten. Sie können dann selbst entscheiden, ob sie ihre polarisierende Berichterstattung weiterbetreiben um mehr Werbung zu verkaufen oder sich stattdessen stärker journalistischen Standards verpflichten um mehr Förderung zu erhalten. Alle Rügen werden veröffentlicht, so können auch Konsumenten besser entscheiden, welche Art von Berichterstattung sie konsumieren wollen.

Die Medienaufsicht untersteht direkt dem Bundespräsidenten. Dieser besetzt sie vollkommen unabhängig mit Experten, die sich im Laufe ihres Lebens durch ihre Anständigkeit und Integrität verdient gemacht haben. Der Bundestag erhält in Personalfragen ein Widerspruchsrecht. Das Bundesverfassungsgericht kann einen Widerspruch des Bundestages kippen, wenn dieser nicht hinreichend begründet ist.

     Ich sage: Helfen wir den Medien, anstatt uns über sie zu empören. Schluss mit polarisierender und spaltender Berichterstattung!

 

Ob in Politik oder freier Wirtschaft, Juristen und Wirtschaftswissenschaftler bestimmen maßgeblich die Geschicke unserer Gesellschaft. Dies bedeutet natürlich nicht, dass sie per se Schuld an den Problemen unserer Gesellschaft sind. Es ist jedoch naheliegend, dass, wenn man die Gesellschaft verbessern will, diejenigen nicht ausgespart werden, die diese maßgeblich prägen. Menschlichkeit und vor allem Ganzheitlichkeit spielen in diesen Studiengängen meist eine untergeordnete Rolle. In der wirtschaftswissenschaftlichen Lehre werden seit 100 Jahren dieselben Götter angebetet: Profit, Maximierung, Optimierung. Diese Lehre hat uns die Finanz- und Schuldenkrise beschert; sie hat ihren Teil zu einer selbstsüchtigen Gesellschaft beigetragen. Der größte deutsche Steuerskandal der Geschichte, der Cum-Ex-Handel, wurde auf breiter Front durch Rechtsanwälte vorangetrieben. Wie kann es sein, dass sich eine so große Zahl an Juristen, die als junge Menschen deutsche Universitäten besucht haben, auf moralisch verwerflichste Art und Weise kriminellem Gewinnstreben hingegeben haben?

Gier und Hemmungslosigkeit spalten die Gesellschaft. Um dem zu begegnen haben manche Unis verpflichtende Ethikkurse eingeführt, die von Studenten eher belächelt werden. Unter Wirtschaftswissenschaftlern selbst gibt es mittlerweile Strömungen die sehr kritisch mit der eigenen Lehre ins Gericht gehen und ganzheitlichere Konzepte in den Fokus rücken wollen. Immer mehr Unternehmen erkennen mittlerweile den Wert von geisteswissenschaftlichen Studiengängen, insbesondere für die Unternehmensführung. Ich selber habe ein wirtschaftswissenschaftliches und ein geisteswissenschaftliches Studium abgelegt und weiß dass Geisteswissenschaftler meist ganzheitlichere Denkansätze verfolgen. Zu den meisten geisteswissenschaftlichen Studiengängen muss man heute ein Nebenfach wählen, z.B. BWL, damit man auch ein betriebswirtschaftliches Handwerkszeug mit auf den Weg bekommt. Warum sollte das andersherum nicht genauso sein?

   Ich sage: Die Studiengänge Jura und Wirtschaftswissenschaften sollten verpflichtend durch ein geisteswissenschaftliches Nebenfach begleitet werden. So einfach kann es sein, die Gesellschaft langfristig und nachhaltig ein Stück besser zu machen.

 

Wohnraum ist kein frei handelbares Wirtschaftsgut wie jedes andere. Wohnen ist etwas Besonderes. Wohnen ist zu Hause. Wohnen ist Familie. Wohnen ist Sicherheit und Geborgenheit. Die Wohnung ist unser Rückzugsort. Wohnen ist Mensch sein. Die Realität sieht heute leider anders aus. Mieter werden nach Jahrzehnten aus Profitgier aus ihren Wohnungen vertrieben. Mieten steigen rasant. Die Mietpreisbremse bleibt oft wirkungslos: Ob Sanierung oder Möblierung, die großen Wohnungsgesellschaften umgehen sie einfach. Immer mehr Menschen wissen nicht ob sie weiter in ihrer Wohnung bleiben können oder sind direkt von Wohnungslosigkeit bedroht. Sich in den eigenen vier Wänden nicht mehr sicher zu fühlen kann einen furchtbaren Einfluss auf unsere mentale Gesundheit haben. Große Wohnungsgesellschaften haben bewiesen dass sie mit ihrem natürlichen Drang zur Gewinnmaximierung dem hohen Gut ‚Wohnen‘ nicht gerecht werden können.

Das Vermieten von Wohnungen wird deshalb vollständig entkommerzialisiert. Die großen Wohnungsgesellschaften werden abgewickelt, sie werden per Gesetz dazu verpflichtet, ihren Wohnungsbestand in Privatbesitz zu verkaufen. Der Kündigungsschutz für Mieter wird ausgeweitet. Wer länger als 10 Jahre in einer Wohnung wohnt kann nicht mehr gekündigt werden. Auch nicht bei Eigenbedarf. Ab dem Renteneintritt gilt 5 Jahre. Die Mietpreisbremse wird ausgeweitet.

Das Abschaffen großer Wohnungsgesellschaften darf nicht zu einer verminderten Bautätigkeit führen. In Deutschland wird viel Wohnraum benötigt. Ich werde dem mit der Einführung von Bürgerprojektgesellschaften begegnen. Diese sollen es Bürgern massiv erleichtern, Kapital in den Neubau von Mehrfamilienhäusern anzulegen und gleichzeitig mehr Menschen in die eigenen vier Wände bringen.

So funktioniert es: Auf einer Internetplattform werden Bauraum, Wohnungssuchende bzw. Kapitalanleger, Kreditgeber und zertifizierte Bauträger zusammengebracht und zwar komplett bürokratiefrei. Mit wenigen Klicks nennen Sie ihre Anforderungen an eine Wohnung, ihr Budget, ihre gewünschten Quadratmeter und Grenzen das Gebiet ein, in dem sie bauen wollen. Sie werden dann vom System automatisch mit anderen zusammengebracht und erhalten Projektvorschläge. Mit einem Klick können Sie Ihr Projekt starten und müssen nur noch einziehen oder vermieten. Der Staat begleitet jedes Projekt automatisch mit Bausachverständigen und übernimmt zunächst alle Kosten. Bürger müssen vorher die Finanzierung sicherstellen, zahlen aber stressfrei erst bei Fertigstellung. Bei Eigennutzung wird ein staatlicher Zuschuss von pauschal 15% gewährt. Banken und Notare arbeiten automatisch mit dem System zusammen, ohne Aufwand für die Bürger.

    Ich sage: Wohnen ist Mensch sein. Wohnen wird entkommerzialisiert. Mieter werden besser geschützt. Der Neubau von Wohnungen wird auf smarte Weise gefördert

 

Kein politischer Ansatz kann Ganzheitlichkeit für sich beanspruchen, wenn er bestimmte Menschen der Gesellschaft außen vor lässt. Hunderttausende Menschen sind in Deutschland ohne Wohnung, Tendenz steigend. Zehntausende schlafen auf der Straße, auch im Winter. Tendenz steigend. Unter der Regierung der CDU haben diese Zahlen dramatisch zugenommen. Die CDU wehrt sich deshalb mit Händen und Füßen dagegen, diese Zahlen in einer offiziellen Statistik zu erfassen, da diese das Versagen ihrer Politik und das Ausmaß ihrer sozialen Kälte belegen würde. Was für eine Schande. Auch die SPD trifft leider eine große Mitschuld.

Oft ist Wohnungssuche ein Teufelskreislauf. Ohne Job bekommen Wohnungssuchende keine Wohnung, ohne Wohnung wiederum keinen Job. Oft beginnt diese Odyssee mit Schicksalsschlägen und persönlichen Krisen, wie sie jeden treffen könnten. Gerade arme Menschen, die über kein finanzielles Polster verfügen, gleiten dann schnell in die Wohnungslosigkeit ab. Die Zahl derer, denen die soziale Absicherung zur Überwindung von Krisen fehlt, wird mit steigender Armut immer größer und damit die Angst, selber nach ganz unten abzurutschen. Die Inanspruchnahme von staatlichen Leistungen scheitert regelmäßig an der überbordenden Verwaltung. Menschen sind dem Bürokratie- und Gängelungswahn oft nicht gewachsen. In der schwierigsten Situation des Lebens endlose Formulare ausfüllen, Behördengänge absolvieren und sich immer wieder rechtfertigen und zum Bittsteller degradiert werden, viele Menschen fühlen sich hilflos und resignieren. Gerade Familien sind hiervon immer häufiger betroffen. Wenn Menschen Leistungen die Ihnen zustehen nicht in Anspruch nehmen weil sie vor dem Bürokratiewahnsinn kapitulieren, dann ist das eine Bankrotterklärung des Sozialstaates. Soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt leiden.

     Ich sage: Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen steht ein Auffangnetz bereit, dass Menschen durch jeden Schicksalsschlag und jede Krise begleitet und sie immer vor dem Totalabsturz bewahrt. Hunderttausenden Wohnungssuchenden wird es den Wiedereinstieg in die Mitte der Gesellschaft ermöglichen. Mit meinem Konzept Verwaltung 4.0 erhalten die Menschen das Grundeinkommen antragsfrei, nachweisfrei und verwaltungsfrei. So geht ganzheitliche Politik für die Menschen.

 

Der Bundestag ist dafür da die Interessen von ganz Deutschland zu vertreten. Hierbei sollten die Interessen aller Bürger gleichberechtigt sein. Menschen sollten nicht auf Grund eines Kriteriums, zum Beispiel ihres Alters, ihres Geschlechts oder ihres Wohnorts bevorzugt oder benachteiligt werden. Im Moment ist das leider so auch wenn sich viele Menschen darüber nicht im Klaren sind. Im Bundestag sitzt eine Partei die sich vornehmlich um die Interessen von Menschen kümmert, die in Bayern leben. Die CSU. In jeder Demokratie kümmern sich Politiker (wenn überhaupt) um die Interessen ihrer potentiellen Wählerschaft. Von der CSU zu erwarten dass sie sich um die Interessen von Brandenburg kümmert ist ungefähr so wie von der CDU zu erwarten dass sie sich um die Interessen von Portugal kümmert. Staatsrechtler diskutieren dieses ‚Problem CSU‘ seit Jahrzehnten. Was glauben Sie, warum Bayern immer wieder in Länderstatistiken vorne liegt? Weil die Menschen dort schlauer sind? Weil sie in Bayern einen Zaubertrank ins Trinkwasser mischen? Ganz bestimmt nicht. Bundestagsabgeordnete und Bundesminister der CSU klopfen alle politischen Entscheidungen - von der Standortentscheidung über Wirtschaftsförderung bis zur Steuergesetzgebung – daraufhin ab, ob sie die Interessen Bayerns bedienen. Dies geschieht normalerweise ohne dass die Öffentlichkeit hiervon etwas mitbekommt. Ganz selten nur tritt die Privilegierung Bayerns so offensichtlich zu Tage wie beim Ausbau der Stromleitungen. Die CSU macht Politik zu Gunsten Bayerns und zu Lasten von ganz Deutschland: zwei Schritte vor für Bayern, drei Schritte zurück für Deutschland. Diese Privilegierung von Bayern ist schlecht für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt. Soll Hessen irgendwann die Hessenpartei nach Berlin schicken und Thüringen die Thüringenpartei? Beenden wir endlich diesen unsäglichen Zustand.

     Ich sage: Zur Bundestagswahl werden nur Parteien zugelassen, die in mindestens 5 der 16 Bundesländer antreten, mindestens zwei davon müssen ostdeutsche Bundesländer sein.

 

Die Schere zwischen arm und reich ist in Deutschland so weit geöffnet wie noch nie in der Geschichte der BRD. Die Privaten Vermögen haben auf über 6 Billionen Euro zugenommen, eine unvorstellbare Summe. Immer weniger Deutsche besitzen einen immer größeren Anteil an diesen Vermögen. Ein Teil dieses Vermögenszuwachses ist auf die unproduktive, und/oder spekulative Vermehrung von Vermögen zurückzuführen. Diese Vermögensmehrung die oft von Menschen realisiert wird, die ohnehin schon reich sind, wird in Deutschland tendenziell niedriger besteuert als Arbeit. Hierzu zählen zum Beispiel Kapitalerträge, Gewinne aus Wertsteigerungen von Immobilien oder Erbschaften. Insbesondere rasant steigende Immobilienpreise haben in den letzten zwei Jahrzehnten die Spaltung zwischen Arm und Reich dramatisch vorangetrieben. Im Moment können solche Gewinne aus Immobilienverkauf oft komplett steuerfrei realisiert werden. Unproduktive Vermögensmehrung, für die niemand gearbeitet hat bleibt damit steuerfrei während harte, produktive Arbeit besteuert wird. Ich finde das falsch und ungerecht.

  Ich sage: Kapitalerträge und Veräußerungsgewinne unterliegen in Zukunft dem persönlichen Einkommensteuertarif. Alle Ausnahmen werden gestrichen.

Bei der Erbschaftssteuer wurden Betriebsvermögen faktisch steuerfrei gestellt. Dies hat dazu geführt, dass auf die größten Erbschaften die wenigsten Steuern gezahlt werden müssen. Auch das ist falsch und ungerecht. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2014 hat nur zu homöopathischen Veränderungen geführt. Auf diese Art und Weise züchten wir uns gerade einen neuen Geldadel, der die gesellschaftliche Spaltung in Deutschland weiter befeuert.

Im Hinblick auf den Erhalt von Arbeitsplätzen und den Wirtschaftsstandort Deutschland ist eine Sonderregelung für die Besteuerung von Betriebsvermögen bei Erbfall und Schenkung tatsächlich sinnvoll. Als Sonderregelung die Nichtbesteuerung zu wählen ist jedoch absurd und in erster Linie geschickter Lobbyarbeit der Familienunternehmen zuzuschreiben. Stattdessen sollte Betriebsvermögen genauso besteuert werden wie jedes andere Vermögen, die Erhebung der Steuer sollte lediglich anders erfolgen. Ich werde hierzu ein Modell einführen, bei dem die Erbschaftssteuer auf Betriebsvermögen in voller Höhe - aber virtuell - erhoben wird. Sie muss zunächst nicht gezahlt werden. Auf alle Gelder, die der Erbe danach zu seinen Lebzeiten aus dem Betriebsvermögen erhält, Lohnzahlungen, Boni, Gewinnausschüttungen, Anteilsverkauf, etc. wird dann eine Sonderabgabe erhoben, mit der nach und nach die Erbschaftssteuer abgegolten wird. Diese ist auf Lohnzahlungen mit 15 % relativ niedrig, auf Boni mit 50 % höher, auf Gewinnausschüttungen mit 75% noch höher und auf Anteilsveräußerung mit 100 % absolut. Im Todesfall des Erben – und damit der Weitervererbung des Betriebsvermögens – entfällt die verbleibende Erbschaftsteuer.

    Ich sage: Kein neuer Geldadel. Erbschaften von Betriebsvermögen werden in Zukunft auf smarte Weise besteuert. Die Mehrsteuern werden über das bedingungslose Grundeinkommen direkt an die Bürger ausgeschüttet.

 
 

Ich lehne die Einführung einer Vermögenssteuer mit größter Entschiedenheit ab. Eine Vermögenssteuer hat sich schon einmal in Deutschland als Rohrkrepierer erwiesen. Sie ist in Ihrer Implementierung hochgradig problematisch. Sie ist mit hohem Bürokratieaufwand verbunden und wurde vollkommen zu Recht abgeschafft. Die Idee einer Vermögenssteuer ist geboren aus schlechten Gefühlen. Eine Vermögenssteuer trägt nicht zur gesellschaftlichen Versöhnung bei im Gegenteil sie befeuert die Spaltung der Gesellschaft. 

     Ich sage: Nein zur Vermögenssteuer. Wir können das besser.

Zugegeben, warum es hierbei um „DER MENSCH ZUERST“ gehen soll, erschließt sich nicht auf den ersten Blick. Wir befinden uns international jedoch in einem Wettbewerb um die niedrigsten Unternehmenssteuern, dem sich Deutschland – leider – nicht entziehen kann. Hierbei geht es um den Wirtschaftsstandort und um die Arbeitsplätze in Deutschland. Und damit um die Menschen. Ich werde deshalb die Körperschaftssteuer von 15 % auf 10 % senken. Hierdurch wird es anderen Ländern unmöglich gemacht sich im Standortwettbewerb durch Steuerdumping gegenüber Deutschland durchzusetzen. Eine noch niedrigere Unternehmenssteuer von z.B. 5 % stellt dann trotzdem kein entscheidendes Kriterium mehr dar, da der Unterschied zu 10 % zu gering ist und andere Faktoren entscheidender sind. Gleichzeitig werde ich auf europäischer Ebene eine Mistbesteuerung von Unternehmen anstreben um Steuerdumping innerhalb der EU einen Riegel vorzuschieben. Bis wir soweit sind, werden wir mit 10% Körperschaftssteuer gut zu Recht kommen. Den Steuerverlust gleichen wir durch die Abschaffung der Abgeltungssteuer und durch eine Besteuerung von ausgeschütteten Gewinnen mit dem persönlichen Einkommensteuertarif aus.

    Ich sage: Mit einer Senkung der Körperschaftssteuer stärken wir den Wirtschaftsstandort Deutschland, gehen dann aus einer starken Position heraus gegen Steuerdumping vor und kämpfen für eine europäische Mindestbesteuerung von Unternehmen.

 

Facebook und Google haben auf der Welt mehr Einfluss als die Vereinten Nationen. Das hat Auswirkungen auf das Leben aller Menschen. Sie glauben Sie könnten sich dem Einfluss von Facebook und Google entziehen indem Sie dort einfach kein Profil haben bzw. eine andere Suchmaschine nutzen? Vergessen Sie es. Nirgendwo wird mehr Wahlwerbung gemacht, nirgendwo wird mehr versucht Menschen und Wahlen zu beeinflussen als bei Facebook und Google. Nirgendwo werden mehr Produkte beworben. Nirgendwo wird mehr über Erfolg und Misserfolg entschieden. Google und Facebook bestimmen maßgeblich, was die Welt über wen denkt und wer erfolgreich ist und wer nicht. Mit ihren verbundenen Unternehmen (Whatsapp, Instagram, Youtube, etc.) haben sie eine unbeschreibliche Machtfülle inne.

Kein Privates Unternehmen kann dieser Machtfülle und der daraus resultierenden Verantwortung gerecht werden. Die Gefahr für unsere Gesellschaft ist zu groß. Russland hat bereits nachweislich Einfluss auf die Präsidentschaftswahlen in den USA genommen. Auch bei der nächsten Bundestagswahl werden ausländische Kräfte versuchen auf Facebook und Google Einfluss auf das Ergebnis zu nehmen. Wir müssen zu jeder Zeit sicherstellen, dass Algorithmen und Datennutzung nicht zu Machtmissbrauch und Diskriminierung führen oder die Ergebnisse von Wahlen verzerren. Zur Notwendigkeit eines Algorithmen-TÜVs nehme ich im Rahmen meines Leitkonzept Gesellschaft 4.0 Stellung.

Im Hinblick auf die großen Monopolisten Facebook und Google muss die Entscheidungshoheit über Nutzungsrichtlinien, Algorithmen und Datennutzung vollständig bei einer staatlichen Kommission liegen. In Zusammenarbeit mit den USA muss weiterhin darauf hingewirkt werden, dass Facebook und Alphabet (Google) so schnell wie möglich aufgespalten werden. Glaube Sie bitte nicht, dass das unmöglich ist, da es sich um amerikanische Konzerne handelt. In Amerika selbst gibt es bereits entsprechende Stimmen. Ich werde darauf hinarbeiten. Sollte dies nicht erreicht werden können, werden wir eine Europäische Lösung finden. Im Zweifelsfall besteuern wir Internetmonopolisten so drastisch bis sie freiwillig ihre Machtpositionen aufgeben, ihre Algorithmen offenlegen und mit uns zusammenarbeiten.

     Ich sage: Die großen Monopolisten Facebook und Alphabet (Google) müssen aufgespalten werden. Beide Konzerne müssen ihre Algorithmen offenlegen und sich der Aufsicht einer staatlichen Kommission unterstellen.

 

Wenn eine Strategie über Jahrzehnte nicht zum Erfolg geführt hat, dann sollte man diese Strategie überdenken. Die Kriminalisierung von Betäubungsmitteln ist so eine Strategie. Wir haben weiter Drogenkonsum in Deutschland und jedes Jahr viele Tote. Insbesondere der Konsum von Kokain hat trotz aller Anstrengungen von Polizei und Justiz rasant zugenommen. Beleg für das Versagen von CDU-Politik. Leichte und Partydrogen, wie Marihuana und Ecstasy sind in der Realität nahezu überall verfügbar. Wie lange wollen wir uns hier noch etwas vormachen? Das Betäubungsmittelgesetz hat seinen Zweck, Drogengebrauch zu verhindern, vollständig verfehlt. Die Kriminalisierung nutzt wenig und schadet enorm. Schwarzmärkte treiben hässliche Blüten. Kriminalität gedeiht. Polizei und Justiz sind überlastet. Konsumenten können keine sicheren und geprüften Substanzen kaufen, stattdessen wird ihre Gesundheit eher gefährdet als bei einem legalen und kontrollierten Verkauf.

Ich werde lizenzierte Verkaufsstellen ermöglichen, in denen leichte und Partydrogen mit kontrollierten Inhaltsstoffen, in limitierter Menge und mit Information und Beratung legal verkauft werden können. Die Verkäufe werden stark besteuert. Die Steuer fließt vollständig in Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen.

Harte Drogen wie Heroin und Crystal Meth werden entkriminalisiert und unter Aufsicht zum direkten Konsum kostenfrei an Süchtige ausgegeben, flankiert von Beratung, Betreuung und optionalen Entzugs- und Gesundungsprogrammen. Abhängige werden vollständig aus der Illegalität geholt. Sie werden herausgeholt aus dem Hamsterrad von Beschaffung und Konsum. Stattdessen zeigen wir Ihnen einen Weg zurück in die Mitte der Gesellschaft auf. Hierzu wird auch das bedingungslose Grundeinkommen einen großen Teil beitragen.

    Ich sage: Ich sage: Kein Mensch in Deutschland soll mehr illegale Drogen von einem Dealer kaufen. Wir holen alle Menschen in die Mitte der Gesellschaft zurück.

 

Von Hasskriminalität spricht man, wenn bei Straftaten ein Opfer nach politischen, rassistischen oder ähnlich gelagerten Motiven ausgewählt wird, die jenseits der Individualität des Opfers liegen und eine über die Schädigung des Opfers hinausgehende Wirkung erzielt werden soll. Das deutsche Strafrecht versucht bereits, diesen Taten gerecht zu werden. Gemäß §46 StGB sollen bei der Strafzumessung rassistische, fremdenfeindliche oder sonstige menschenverachtende Beweggründe Berücksichtigung finden. Es ist eine sehr laxe Formulierung, vor der in der Realität oft zu wenig ankommt. Regelmäßig werden solche Strafverfahren sogar unter Auflagen eingestellt.

Ich werde dieses Gesetz ändern. Kaum etwas vergiftet unsere Gesellschaft so sehr wie Hasskriminalität. Sie ist nicht bloß ein Symptom, sie ist auch Ursache. Verfahren bei denen es um Hasskriminalität geht dürfen deshalb grundsätzlich nicht mehr eingestellt werden. Vielmehr muss immer von einem öffentlichen Interesse an der Verfolgung ausgegangen und dies auch im Gesetz verankert werden. Weiterhin muss im Fall von Hasskriminalität eine Mindeststrafe von 1 Jahr Gefängnis gelten. Wer einen Menschen anderer Hautfarbe aus rassistischen Motiven angreift, wer einen Gläubigen auf Grund einer religiösen Kopfbedeckung auf offener Straße mit dem Gürtel auspeitschen will oder wer aus Fremdenhass Brandsätze auf eine Wohneinrichtung für Asylsuchende wirft, der muss ins Gefängnis gehen. Und zwar ohne Ausnahme.

     Ich sage: Wenn wir eine Gesellschaft von mehr Menschlichkeit und Nächstenliebe wollen, dann müssen wir diese noch konsequenter als bisher vor denen schützen, die hierzu nicht bereit sind.

 

Manche Bundesländer gehen voran und haben beitragsfreie Kitas für alle Kinder eingerichtet. Andere Bundesländer sind leider noch nicht so weit und Kitas sind erst ab Vollendung des dritten Lebensjahres kostenlos. Viele Mütter (und teilweise Väter) würden nach der Geburt eines Kindes gerne früher in den Beruf zurückkehren. Leider ist es heute so, dass gerade Frauen drei Jahre oder länger zu Hause bleiben, weil sich die Mehrkosten für eine Kita (teilweise über 500 € und mehr) gegenüber einem geringen Verdienst bei Teilzeit kaum lohnen. Kinder kriegen ist auch so schon anstrengend genug. Es sollte keine finanzielle Belastung darstellen. Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen und kostenlosen Kitas ab 1 Jahr können Väter und Mütter die finanzielle Belastung des Elternseins wesentlich leichter stemmen und selbstbestimmt in den Beruf zurückkehren wann sie es wollen. Dies hat besonders für Alleinerziehende eine große Bedeutung. Durch Verwaltung 4.0 werden sie vollständig von Bürokratie befreit. Frühkindliche Bildung und Interaktion mit Gleichaltrigen sind extrem wichtig für die Entwicklung von Kindern, die gerade in der Kita gefördert werden. Kinder und Eltern profitieren sehr davon, wenn Kinder früh eine Kita besuchen können.

     Ich sage: Kostenlose Kitas überall in Deutschland fördern die Gleichstellung in der frühkindlichen Bildung und sind damit ein großer Beitrag zur Chancengleichheit. Einkommensschwache Eltern werden massiv entlastet. Der Bund wird hier mehr Verantwortung übernehmen.

Kaum jemand wird bestreiten dass sozialer Zusammenhalt vor allem durch Chancengleichheit gestärkt wird. Wir wollen daran glauben, dass alle Menschen, die in diesem Land geboren werden, die gleichen Chancen im Leben haben. Dies ist heute nicht der Fall. Chancenungleichheit wird vor allem durch ungleiche Bildung zementiert. Akademikerkinder studieren heute wesentlich öfter als Kinder von Nichtakademikern. Fast nirgends ist der soziale Bildungsaufstieg so selten wie in Deutschland. Dies hat verschiedene Gründe. Einerseits wird frühkindliche Bildung vor allem vom Elternhaus mitgegeben, Akademiker sind sich oft eher über den Wert dieser Bildung im Klaren. Außerdem bestehen bei Nichtakademikern tendenziell eher finanzielle Einschränkungen bei gezielter Förderung ihrer Kinder zum Beispiel bei Musik, Vereinen, oder Nachhilfe. Auch sehen Nichtakademiker in der potenziellen Studienzeit ihrer Kinder regelmäßig eher eine finanzielle Belastung als eine Chance und verkennen den unglaublichen Wert eines Studiums.

Es gibt aber einen weiteren Aspekt der sehr oft in der öffentlichen Diskussion vergessen wird: der Sinn für Karriere. Eine gute Karriereplanung beginnt spätestens mit 14 Jahren, besser jedoch noch viel früher. Ohne Druck, sogar spielerisch. Hier geht es nicht nur um einen Plan sondern um eine grundsätzliche Haltung. Eltern die selber kein Studium absolviert oder eine Karriere aktiv geplant haben sensibilisieren ihre Kinder oft nicht für die Wichtigkeit einer Karriereplanung und können hierzu nur wenig Hilfestellung geben.

Junge Menschen brauchen manchmal einfach Zeit um sich auszuprobieren und zu finden. Diese Zeit sollen sie auch weiterhin haben. Würden Heranwachsende jedoch smart und ohne Druck bei der Entwicklung eines beruflichen Werdegangs beraten und gefördert, würden nicht nur mehr junge Menschen früher den Wert von Bildung für ihren Lebensweg erkennen und zum Beispiel ein Studium aufnehmen, sie würden dies auch seltener ins Blaue hinein sondern zielgerichteter tun. Bisher passiert dies an Schulen viel zu halbherzig und zu spät, allerhöchstens werden Schüler mal über eine Berufsmesse getrieben wenn sie schon 15 oder noch älter sind. Hier müssen Kitas, Grundschulen und weiterführende Schulen eine starke Rolle übernehmen. Karriereplanung sollte nicht von den Eltern abhängen sondern spätestens ab der 7. Klasse im Schulunterricht eine Rolle spielen. Ein guter Sinn für Karriere kann auch Defizite in der frühen Bildungsphase wieder ausgleichen.

   Ich sage: Das bedingungslose Grundeinkommen trägt zur Chancengleichheit bei der Förderung von Kindern bei und nimmt Ängste vor der finanziellen Belastung von Studienzeiten. Schulen müssen Kindern früh die Wichtigkeit einer Karriereplanung vermitteln und Ihnen Chancen und Möglichkeiten aufzeigen.

„Wenn Kinder sich für Videospiele begeistern, dann kann man ihnen erklären, dass die Spieleindustrie eine Vielzahl an spannenden Karrieremöglichkeiten bietet. Man kann darlegen wie heutige Spielentwickler zu ihren Jobs gekommen sind, man kann ihnen frühzeitig aufzeigen, dass sie das auch schaffen können und wie sie es schaffen können. Welche Schulfächer sind wichtig? Wo kann man ein Praktikum machen? Welche Studiengänge führen ans Ziel? Ich bin der Meinung Schulen müssen bei der Karriereplanung viel früher eine viel stärkere Rolle übernehmen.“

 
 

Ganzheitlichkeit und Menschlichkeit endet nicht an den europäischen Außengrenzen. Wir können uns nicht um jedes Problem in der Welt kümmern. Aber wir sollten dort Verantwortung übernehmen, wo unsere Gesellschaft Einfluss auf das Leben von Menschen außerhalb von Europa hat. Kinderarbeit, Hungerlöhne, mangelnde Sicherheit, fehlende Umweltstandards und Transportkosten die gleich Null sind: Diese Zustände führen zu absurd niedrigen Preisen von Konsumgütern und einer Wegwerfkultur in Europa. Sorgen wir in Zukunft dafür, dass Waren, die nach Europa importiert werden, Mindeststandards bei Umwelt- und Sozialverträglichkeit einhalten. Alle Bestrebungen der Politik hierzu sind bisher ins Leere gelaufen. Insbesondere freiwillige Maßnahmen, wie der ‚Grüne Knopf‘ (der CDU) erweisen sich in der Praxis als reine Symbolpolitik. Stattdessen brauchen wir ein für alle verpflichtendes Siegel, mit dem wir Sozial- und Umweltstandards definieren, die für die Menschen vor Ort wirklich einen Unterschied machen.

Gleichzeitig müssen wir die Einhaltung der Standards sicherstellen. Hierbei gibt es nur eine Lösung die wirklich funktioniert. Wir müssen Händler in Europa finanziell in die Pflicht nehmen. Importeure müssen ihre Lieferanten bzw. Produktionsstätten entsprechend der gesetzlichen Standards auswählen. Bei aufgedeckten Verstößen werden empfindliche Strafzahlungen fällig. Ich sage, wir können und wir müssen das den Händlern in Europa zumuten. Alles andere läuft ins Leere.

     Ich sage: Menschlichkeit endet nicht an den Europäischen Außengrenzen. Wir führen ein staatliches Siegel für die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards ein auf das sich die Bürger wirklich verlassen können.

 

Bei der Entwicklungshilfe gibt es ein großes Paradox. Schaut man sich einzelne Projekte an, die durch Entwicklungshilfe gefördert werden dann sind diese meistens tatsächlich sinnvoll und helfen den Menschen oft direkt. Eine Schule, ein Landwirtschaftsprojekt o. ä. Am großen Ganzen vermag Entwicklungshilfe derzeit aber meist nichts zu ändern. Dies führt bei den Menschen, vollkommen zu Recht, oft zu Frust und Unverständnis. Wie sinnvoll kann es sein eine Mädchenschule in Afghanistan zu unterstützen wenn das Gebiet in dem die Schule liegt irgendwann wieder von den Taliban übernommen wird? Wie sinnvoll sind Förderprojekte in Konfliktregionen Afrikas wenn doch irgendwann der nächste Krieg, die nächste Hungersnot und die nächste Vertreibung ansteht? Libyen, Mali, Sudan, Kongo. Die Probleme werden derzeit nicht weniger sondern mehr. Rund um die Sahelzone wird derzeit eine neue Islamistengeneration gezüchtet. Wie sinnvoll erscheinen da noch die vielen kleinen Projekte die mit deutscher Hilfe gefördert werden? Nun, natürlich sind diese Projekte trotzdem sinnvoll und müssen weiter gefördert werden. Ich sage aber, wir müssen uns trauen in der Entwicklungshilfe neue Wege zu gehen, auch solche die zunächst abwegig erscheinen. Ich werde deshalb ein europäisches Förderprogramm zur Unterstützung sogenannter Leuchtturmstaaten in Afrika anstreben.

Afrikanische Länder bekommen so die Möglichkeit sich um eine Milliardenschwere Förderung durch die EU zu bewerben. Für diese Bewerbung wird ein Anforderungskatalog erstellt, der Maßstäbe in Sachen Demokratie, Menschenrechte, Umweltschutz, Korruptionsbekämpfung u. ä. definiert. Ausschlaggebend ist der Prozess, nicht der Ist-Zustand. Zusätzlich zur Förderung wird den Ländern eine Arbeitsgruppe der EU zur Seite gestellt. Wichtig ist, dass man nicht mit ausgestreckten Zeigefinger auf die Länder zugeht sondern dass diese sich selbst um die Förderung bewerben können wenn sie das wollen. Diese Förderung würde tendenziell in Länder gehen, denen es sowieso schon eher besser als schlechter geht, daran muss man sich erst gewöhnen. Aber so können wir einzelne Länder in Afrika langfristig reich und erfolgreich machen. So unschön es klingt, es ist absolut im europäischen Interesse, innerhalb von Afrika stärkere ökonomische Gefälle zu fördern. Reiche, stabile Länder übernehmen nicht nur mehr Verantwortung vor Ort, sondern sind auch eher Anziehungspunkt für Migrationsströme. Außerdem: je reicher die Länder desto weniger anfällig sind sie für Einfluss aus China.

   Ich sage: Mit dem Projekt Leuchtturmstaaten helfen wir dem afrikanischen Kontinent langfristig und senken relativ die Attraktivität von Europa als Ziel für Migration.

 

Ich unterstütze absolut die Einführung eines Unternehmensstrafrechts in Deutschland. Dieses ist derzeit so aktuell in der Pipeline, dass ich zunächst abwarten werde, was die Groko hier zu Stande bringt. Mir ist jedoch insbesondere wichtig, dass der Fokus nicht allein auf Korruptionsbekämpfung sondern vor allem auch auf Verbraucherschutz liegt. Mehr dazu, in der nahen Zukunft.

 

Boni haben maßgeblich zur Enthemmung in der Finanzindustrie beigetragen. Zu sehr wurden Anreize gesetzt mit hoher Risikobereitschaft Kasse zu machen. Den Verlust mussten im Fall der Fälle die anderen ausbaden. Ich werde einen komplett neuen gesetzlichen Rahmen für Bonuszahlungen für Manager durchsetzen. Hierbei zählt als Bemessungsgrundlage für einen Bonus nicht mehr der Gewinn des aktuellen Jahres sondern der durchschnittliche Gewinn des aktuellen Jahres und der 5 folgenden Jahre. Verluste werden mit eingerechnet. Für Boni, die nicht auf Gewinn sondern auf anderen Markern basieren werden Auffangtatbestände geschaffen. Ausgezahlt werden Boni grundsätzlich erst 5 Jahre nach Abschluss des fraglichen Wirtschaftszeitraums. Unternehmen werden verpflichtet entsprechende Rückstellungen zu bilden. Dies schafft einen starken Anreiz gegen jede Form von kurzsichtigen Entscheidungen zugunsten schneller Gewinne. Im Gegenteil mit dieser Neuregelung steht grundsätzlich der langfristigere Unternehmenserfolg im Vordergrund. Ob ein Manager in einem Unternehmen verbleibt oder nicht, spielt für den Bemessungszeitraum keine Rolle. Für Sonderfälle wie Übernahmen oder Unternehmensauflösungen werden ebenfalls Auffangtatbestände geschaffen. Die Regelung gilt grundsätzlich für alle Geschäftsführer und alle Angestellten mit einem Gehalt von über 150.000€ im Jahr.

 

    Ich sage: Riskante Geschäfte auf das Risiko anderer müssen beendet werden. 

Wir alle machen gerne Fotos und teilen diese mit unseren Freunden und Familien. Das Fotografieren und Verbreiten von Bildmaterial hat jedoch nicht immer einen positiven Hintergrund. Immer öfter wird fotografiert oder gefilmt und Bildmaterial verbreitet um andere Menschen bloßzustellen oder dem Voyeurismus zu frönen. Obwohl Social Media und die Verbreitung von Fotos seit Jahren allgegenwertig ist, erhält dieses Thema noch lange nicht die nötige rechtliche Würdigung. Die Verbreitung von Nacktbildern, die nicht für andere bestimmt sind, ist ein schweres Verbrechen das das Leben eines Menschen für immer verändern kann ähnlich einer Gewalttat oder einer psychischen Misshandlung. Immer häufiger werden sogar sogenannte Rachepornos verbreitet, meist heimlich gefilmt. Die Opfer leiden ein Leben lang.

Es geht aber nicht nur um so drastische Straftaten, die auch heute schon von der Justiz belangt werden können. Allzu präsent ist heute das Unbehagen in der Breite der Gesellschaft, von anderen gefilmt oder fotografiert und anschließend auf Social Media bloßgestellt zu werden. Wie schnell wird heute ein Foto oder ein Video in eine Whatsapp-Gruppe gepostet ohne groß darüber nachzudenken? Derartige Aufnahmen von unangenehmen oder peinlichen Momenten, ein Versagen in der Schule, eine Ausgelassenheit bei der Weihnachtsfeier, eine banale Tollpatschigkeit können online eine unglaubliche Wucht entfalten. Sie können Menschen auf Jahre stigmatisieren, selbst in Depressionen stürzen. Das gezielte Posten von verunglimpfendem Bildmaterial ist zu einer subtilen Taktik des Mobbings im eigenen sozialen Umfeld geworben. Schon in der Schule müssen wir unsere Kinder viel mehr für diese Thematik sensibilisieren.

Das Unbehagen selbst in eine solche Situation zu geraten lastet unterbewusst zunehmend auf unserer gesamten Gesellschaft. Die Gesetzgebung wird dem bisher nicht gerecht. Ich werde gesetzlich regeln, dass Bilder und Videos von anderen Menschen nicht ohne deren ausdrückliche Zustimmung verbreitet werden dürfen. Bei jedem Bildmaterial das Nacktheit oder Sexualität enthält oder Menschen in Situationen zeigt, die nach dem gesunden Menschenverstand nachteilige Wirkung auf deren Leben haben können, ist zwingend eine schriftliche Einwilligung einzuholen bevor dieses mit anderen geteilt oder verbreitet werden darf, ansonsten stellt die Verbreitung automatisch einen Straftatbestand dar.

    Ich sage: Die Verbreitung von Bildmaterial zur Degradierung anderer ist zu einem unerträglichen Auswuchs einer zunehmend empathielosen Gesellschaft geworden. Bildmaterial darf nicht mehr ohne Zustimmung veröffentlicht werden.

 

Menschen sind kein Freiwild. Der Schutz des Individuums ist mindestens so hoch einzustufen wie die Pressefreiheit. Medien dürfen nicht mehr über das Privatleben von Menschen berichten, es sei denn, dass sich hieraus ein Nachrichtenwert für die Allgemeinheit ergibt. Das mediale Ausschlachten von Details aus dem Privatleben von Menschen ist . Das Ergötzen an der Degradierung des anderen ist Teil der Siegergesellschaft und befeuert unsere Selbstgerechtigkeitskultur.

    Ich sage: Medien dürfen ohne ausdrückliche Zustimmung nicht mehr über das Privatleben von Menschen berichten. Auch nicht von Prominenten oder Politikern.

 

Der Hass im Internet ist der wohl hässlichste und sichtbarste Beleg dafür, dass sich unsere Gesellschaft in den letzten zwei Jahrzehnten in keine gute Richtung entwickelt hat. Beschimpfungen, Diffamierungen, Intoleranz, Rassismus, Lügen, Verhöhnung von Opfern, Todesdrohungen, Aufrufe zur Gewalt, Verherrlichung von Gewalt: Man möchte angesichts der ganzen Schlechtigkeit manchmal in Tränen ausbrechen. Nirgends brechen sich Selbstgerechtigkeit und Empathielosigkeit in solcher Enthemmung bahn, wie im Internet. Es handelt sich hierbei um ein Symptom, dass auf gravierende, tieferliegende Probleme in der Gesellschaft hinweist. Der Hass im Netz ist aber mehr als nur Symptom. Er ist in sich selbst zum Problem geworden, denn er vergiftet massiv unsere Gesellschaft. Auf Grund von inkonsequenter Gesetzgebung und mangelnder Sensibilisierung von Polizei und Justiz bleiben die meisten Taten online ungesühnt.

Ich werde die Verbreitung von Hass im Internet konsequent zum Straftatbestand machen und für eine wirksame Strafverfolgung sorgen. Hierzu brauchen wir klar definierte Gesetze, klare Kompetenzen und Befugnisse im Zusammenspiel mit Social Media Plattformen und speziell geschultes Personal bei Polizei und Staatsanwaltschaft. Am besten können solche Kompetenzen in einer zentralen Verfolgungsbehörde für Internetkriminalität gebündelt werden. Ich möchte darüber hinaus sicherstellen, dass die Polizei schnell und unbürokratisch in persönlichen Kontakt zu den Tätern tritt. Hier müssen wir für eine gute Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg sorgen. Zusätzlich zur Strafverfolgung brauchen wir massive Aufklärungskampagnen in den Schulen um die nächste Generation von Tätern von vornherein zu verhindern.

    Ich sage: Die Unmenschlichkeit im Internet muss beendet werden. Die Verbreitung von Hass wird zum Straftatbestand und konsequent verfolgt.

 

In kaum einem anderen Bereich der Politik sind wir von der CDU-Regierung derart hinters Licht geführt worden, wie in der Umweltpolitik. Für alles wurde ein Gesetz, eine Regelung, ein Grenzwert, ein System, eine Plakette oder ein Zertifikat erfunden, so dass wir das Gefühl hatten, um Umweltthemen würde sich schon gekümmert. Dazu kamen internationale Verträge, Absichtserklärungen und Protokolle. Leider zeigt uns die Realität heute, dass bei all dieser Politik die Sollbruchstellen schon mit eingeplant waren. Es war Symbolpolitik. Es war Lug und Trug am Wähler. Alle internationalen.

Vereinbarungen waren Schall und Rauch. Dieselskandal, Feinstaub, Stickoxide, ein dramatisches Insektensterben, Bienensterben, Waldsterben durch Monokultur, Überdüngung der Böden, Treibhausgase, Kohleindustrie, Erderwärmung, Artensterben, Verarmung der Natur, Glyphosat, Elektroschrott aus Deutschland in Afrika, Müllexporte von angeblichem Recyclingmüll nach Asien – man könnte die Liste noch lange fortführen. Das Ergebnis von 15 Jahren CDU Regierung könnte schlimmer nicht sein. Die SPD trägt hieran ebenfalls eine Mitschuld.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind für mich in einer modernen Welt eine Selbstverständlichkeit und integraler Bestandteil von ganzheitlicher Politik. Die Verarmung der Natur macht uns Menschen krank. Ein gesunder, schöner lebendiger Wald ist ein Ort von Ruhe und Erholung. Saubere Luft hält uns gesund. Eine reiche Flora und Fauna machen uns glücklicher, zufriedener und gesünder. Ich werde deshalb dafür sorgen, dass der Erhalt und die Förderung von Biodiversität im Grundgesetz verankert wird. Mit meinem Konzept Landwirtschaft 4.0 beenden wir die Überdüngung und das Insektensterben und ermöglichen die Renaturierung von Agrarflächen. Gleichzeitig schaffen wir Anreize für die Schaffung von mehr Mischwäldern in Deutschland. Ebenso selbstverständlich und Teil von Ganzheitlichkeit ist die soziale Verträglichkeit von Umweltschutzmaßnahmen. Auf keinen Fall darf Umweltschutz mit der Brechstange zu Lasten der sozial Schwächsten stattfinden. Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen schaffen wir die Basis dafür, dass alle Menschen sich frei von finanziellen Nöten für Umweltthemen begeistern können.

    Ich sage: Ich sage: Umweltpolitik wird in Zukunft keine Symbolpolitik mehr sein. Umweltschutz, Nachhaltigkeit und soziale Verträglichkeit sind selbstverständlicher Bestandteil ganzheitlicher Politik.

„Ich komme aus einem ur-grünen Elternhaus. Biogemüse aus eigenem Anbau, Einkauf beim örtlichen Ökobauern, Ökomöbel, Ökoklamotten – das volle Programm. Ich verspreche Ihnen, mit mir brauchen Sie keine Partei der Grünen mehr. Ich bin grüner als die Grünen. Der große Unterschied ist, für mich steht soziale Verträglichkeit immer an erster Stelle. Ich will Umweltpolitik weder mit ausgestrecktem Zeigefinger noch mit der Brechstange zu Lasten der sozial Schwächsten. Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen legen wir den wichtigsten Baustein dafür, dass alle Menschen sich für Umweltthemen begeistern können.“

 

Ich bekenne mich bedingungslos zu dem Ziel, den menschengemachten globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen. Um dies zu erreichen, müssen wir jedoch ganzheitlicher denken und nicht mit dem ausgestreckten Zeigefinger auf vermeintliche Klimasünder zeigen. Mit Call-Out-Culture werden wir die Erderwärmung nicht stoppen. Mit Menschlichkeit und Ganzheitlichkeit dagegen schon. Wer am 20. des Monats schon den Dispo ausgereizt hat und nicht mehr weiß wie er für seine Familie Essen auf den Tisch bekommt, dem kann eine Greta Thunberg gestohlen bleiben. Der kann sich nur schlecht für Themen wie Klimaschutz oder Elektromobilität begeistern. Mir ginge das ganz genauso. Wenn finanzielle Ängste das Leben dominieren, werden reale Bedrohungen schnell zu den Luxusproblemen der anderen. Denn bisher treffen Mehrbelastungen für den Klimaschutz Geringverdiener am härtesten. Mein allererster Schritt zu mehr Klimaschutz ist deshalb die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens von 1.000€ pro Monat. Lasst uns den Menschen zuerst ihre finanziellen Ängste nehmen, bevor wir sie für den Klimaschutz begeistern. Wer ein bedingungsloses Grundeinkommen erhält dem tun auch 50€/Tonne CO2-Steuer nicht wirklich weh und wir müssen nicht wie die CDU mit reiner Symbolpolitik herumeiern. Einen allgemeinen CO2-Zertifikatehandel lehne ich ab. Zwar ist der Zertifikatehandel in der wirtschaftswissenschaftlichen Theorie unschlagbar. In der Praxis versagt er leider komplett, wie uns der europäische Zertifikatehandel gelehrt hat.

     Ich sage: Ja zum bedingungslosen Grundeinkommen. Ja zu einer wirksamen CO2 Steuer. Die CO2 Steuer wird über das Grundeinkommen direkt wieder an die Bürger ausgezahlt.

 

Übergewicht und schlechte Ernährung lasten auf unserer physischen und mentalen Gesundheit und verursachen volkswirtschaftlich Milliardenschäden. Schon unsere Kinder leiden immer früher darunter. Wir werden eine smarte Lebensmittelkennzeichnung einführen. Ohne Wenn und Aber. Ohne Einknicken vor den Lobbyisten. Wir machen es, versprochen. Nicht Lebensmittelkonzerne stehen an ersten Stelle. Der Mensch steht an erster Stelle. Das bedingungslose Grundeinkommen wird den Menschen dazu mehr Möglichkeiten geben sich bewusst zu ernähren.

     Ich sage: Eine smarte Lebensmittelkennzeichnung trägt dazu bei, dass es uns allen besser geht.

 

Mir ist nicht daran gelegen, dass Menschen immer älter werden. Vielmehr geht es darum, dass mehr Menschen mehr gute Lebensjahre haben. Die guten Lebensjahre sind im allgemeinen die Lebensjahre unter 80 Jahren. Ich möchte dass wir Todesfälle unter einem Alter von 80 Jahren als volkswirtschaftliches Problem anerkennen, dass es konsequent zu bekämpfen gilt. Bei der Frage warum Menschen versterben, bevor sie das 80. Lebensjahr erreichen spielen viele Themen eine Rollen. Warum werden Menschen krank, warum werden kranke Menschen nicht geheilt, warum versterben Menschen an Unfällen, warum bringen Menschen andere Menschen um oder beenden sogar ihr eigenes Leben?

Ich werde dafür sorgen, dass alle verfügbaren Daten genutzt werden um zu analysieren warum Menschen nicht bei guter Gesundheit das 80. Lebensjahr erreichen. Wir werden dann konsequent an den Ursachen arbeiten. Viele davon kennen wir aber heute schon, wir tun nur zu wenig dagegen. Mein politisches Leitkonzept „Der Mensch zuerst“ wird langfristig für eine bessere physische und mentale Gesundheit in der Bevölkerung sorgen und dazu beitragen, Suizide und Tote durch Gewalt zu verringern. Mein Konzept Mobilität 4.0 wird die Zahl der Verkehrstoten massiv verringern. Durch meinen Ansatz Gesundheitssystem 4.0 werden wir der Medizinforschung und der medizinischen Versorgung einen Boost geben und weniger Menschen werden an Krankheiten oder durch Unzulänglichkeiten des Gesundheitssystems versterben. Das bedingungslose Grundeinkommen wird die meisten von uns besser schlafen lassen und uns körperlich und psychisch gesünder machen und ebenfalls die Zahl der Suizide deutlich senken.

Wir brauchen jedoch eine Fülle an weiteren Maßnahmen, um Menschen länger bei guter Gesundheit zu halten. Insbesondere brauchen wir SOFORT einen nationalen Hitzeschutzplan um die Auswirkungen des Klimawandels und von Hitzewellen für Herz- Kreislaufpatienten abzumildern. Wir brauchen weiterhin nationale Aktionspläne zur Herzgesundheit, zur Reduzierung von Ultrafeinstaub, gegen Hüftgelenks- und Kniegelenkserkrankungen (die viele Sportlerkarrieren beenden) sowie gegen Übergewicht und Bewegungsmangel bei Kindern.

    Ich sage: Helfen Sie mir dabei, Millionen von guten Lebensjahren zu erhalten.

 

Es gibt unzählige Situationen im Leben im denen nicht eingetragene Lebenspartner plötzlich vor Hürden stehen. Dies kann schon dabei beginnen die Kinder des Lebenspartner von der Kita abzuholen. Was ist wenn der Partner im Krankenhaus liegt und man nicht vorgelassen wird? Auch bei Verträgen und Versicherungen werden Nicht-verheiratete regelmäßig benachteiligt. Manche Menschen möchten einfach nicht heiraten. Dafür sollten sie nicht benachteiligt werden.

   Ich sage: Alle Menschen sollen die Möglichkeit haben einfach, unbürokratisch und kostenfrei eine Lebenspartnerschaft einzutragen. Der Ehe geht dadurch überhaupt nichts verloren.

 

Ganzheitlichkeit schließt niemanden aus. Gleichberechtigung und Gleichstellung umfasst alle Menschen. Politik kann leider (oder zum Glück) nicht alles regeln. Aber ich habe noch nie eine unberechtigte Forderung an die Politik aus den Reihen der LGBTQIA+ Gemeinde gehört. Deshalb habe ich einen sehr einfachen Ansatz.

    Ich sage: Ich werde zuhören was die Anliegen von Menschen aus der LGBTQ+ Gemeinde sind. Und dann werde ich diese Anliegen umsetzen.

 

Wenig bedeutet mir so viel wie Ganzheitlichkeit. Inklusion ist wesentlicher Bestandteil von Ganzheitlichkeit. Wir sind eine Gesellschaft. Alle Menschen in dieser Gesellschaft sind gleich viel wert. Alle Menschen gehören dazu und sollen Teil von allem sein. Inklusion bedeutet, alle Menschen in die Mitte der Gesellschaft zu holen. Inklusion ist sozialer Zusammenhalt. Inklusion macht uns alle zu besseren Menschen.

 

Ich mag die Worte von „Aktion Mensch“ zu diesem Thema.

https://www.aktion-mensch.de/dafuer-stehen-wir/was-ist-inklusion.html

    Ich sage: Bei allem was ich tue wird Inklusion Berücksichtigung finden. 

 

Politiker werden Ihnen oft sagen 'Eine Zweiklassenmedizin, die gibt es in Deutschland nicht'. Ich werde nie einen Anruf beim Arzt vergessen, in dem ich um einen Termin gebeten habe und man mir sagte die nächsten Monate sei alles voll. Auf den Hinweis ich sei Privatpatient sagte man mir für Private gebe es eine gesonderte Telefonnummer. Dort bekam ich einen Termin für den nächsten Morgen. Nicht immer ist die Situation so extrem. Aber eines kann ich Ihnen sagen: Der Politiker, der die Zweiklassenmedizin leugnet, der lügt. Punkt. Kein Mensch ist mehr wert als ein anderer. Alle Menschen sollten den gleichen Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Die Zweiklassenmedizin ist falsch und trägt zur Spaltung der Gesellschaft bei. Mit meinem Konzept Gesundheitssystem 4.0 verfolge ich einen Ansatz der dieses System beseitigt und für alle besser macht, schneller, günstiger, effizienter. Am Ende profitieren alle.

     Ich sage: Schluss mit der Zweiklassenmedizin. Die privaten Krankenversicherungen werden abgeschafft. Durch das Gesundheitssystem 4.0 werden Kosten gesenkt und Leistungen verbessert.

 

Kulturelle Förderung verläuft in Deutschland noch immer zu sehr in klassischen, ideologischen Bahnen. Aber Ganzheitlichkeit schließt auch Kultur mit ein. Bestimmte Formen der Kultur sind nicht wertvoller als andere. Kultur heißt auch Leben. Kultur heißt Mensch sein. Kulturelle Förderung sollte deshalb weder privilegieren noch degradieren. Verschiedene Bereiche der Kultur verdienen in Sachen Förderung in Deutschland mehr Aufmerksamkeit. Ich möchte mehr Förderung für junge Musiker. Mehr Förderung für junge Designer. Mehr Förderung für Graffiti- und Streetart Künstler. Mehr Förderung für Performance Künstler. Mehr Förderung im Bereich Indie-Games. Ich möchte Förderung für alle Kulturschaffenden gleichermaßen.

    Ich sage: Gleichberechtigung und Ganzheitlichkeit hören bei der Kultur nicht auf. Alle Kulturschaffenden sind auf ihre Art gleichermaßen wertvoll.

 

Politik wird in Deutschland von gewählten Abgeordneten gemacht die dabei nur ihrem Gewissen verpflichtet sind und das ist auch gut so. Viele Bereiche der Politik eignen sich auf Grund ihrer Natur grundsätzlich nicht für Volksentscheide, Außenpolitik, Finanzpolitik, Verteidigungspolitik zum Beispiel. Volksentscheide sind schwerfällige Instrumente die einen langen und breiten gesellschaftlichen Diskurs erfordern. Insbesondere bei Fragen von richtig oder falsch dürfen Abgeordnete, die ihrem Gewissen verpflichtet sind, Verantwortung nicht auf das Volk abwälzen. Es gibt aber Fragen des grundsätzlichen Miteinanders bei denen es kein richtig oder falsch gibt und bei denen es auch Zeit für einen breiten gesellschaftlichen Diskurs gibt. Hier bin ich für Volksentscheide. Dies würde die Demokratie stärken. Volksentscheide müssen gerichtlich überprüft und mindestens ein Jahr im Voraus bekannt gegeben werden. Themen für Volksentscheide könnten zum Beispiel sein:
 

 

  • Tempolimit auf Autobahnen

  • Verringerung der Anzahl der Bundesländer

  • Europäische Verfassung

    Ich sage: Gleichberechtigung und Ganzheitlichkeit hören bei der Kultur nicht auf. Alle Kulturschaffenden sind auf ihre Art gleichermaßen wertvoll.

 

Kaum ein Thema liegt mir so sehr am Herzen wie der Bereich Pflege. Entweder wir brauchen jetzt schon Pflege oder wir werden sie irgendwann brauchen. Zumindest höchstwahrscheinlich und wenn wir das Glück haben alt zu werden. Aber immer mehr Menschen werden immer älter. Ob wir es wollen oder nicht, das Thema Pflege kommt auf uns alle zu und zwar dann wenn wir selber keine Kraft mehr haben uns darum zu kümmern. Wir sind dann in der Hand anderer Menschen und müssen darauf vertrauen dass wir gut und menschenwürdig behandelt werden. Leider kommen immer wieder menschenunwürdige Zustände in der Pflege ans Licht. Menschenunwürdige Zustände in der Pflege sind für mich einer der am schwersten zu ertragender Zustände in unserer Gesellschaft. Wie gehen wir mit den wehrlosesten und hilflosesten Menschen in unserer Gesellschaft um?

Das Thema Pflege ist hochkomplex. Gerne würde ich Ihnen zu diesem Zeitpunkt schon ein fertiges Konzept für eine Pflegereform präsentieren. Leider kann ich das noch nicht. Ich arbeite aber daran. Ich verspreche Ihnen zunächst Folgendes: Menschlichkeit ist für mich in der Pflege oberstes Gebot und auch hierbei werde ich alles unter dem Motto "Der Mensch zuerst" entscheiden.

    Ich sage: Das Thema Pflege kommt auf uns alle zu. Menschlichkeit ist hier oberstes Gebot.

 

Vielen Dank, dass Sie bis hierhin gelesen haben. Zum Abschluss habe ich noch einen hehren Wunsch. Unsere Parlamente sind in weiten Teilen mit Juristen und Wirtschaftswissenschaftler besetzt. Mit Menschen aus hohen Bildungsschichten. Vor allem aber mit Menschen mit überdurchschnittlichen Einkommen. Auch dies führt dazu, dass die Kluft zwischen Volk und Volksvertreter immer größer wird. Juristen und Wirtschaftswissenschaftler bringen zwar Expertise mit, sie haben jedoch per se nicht mehr Ahnung von Politik als jeder Durchschnittsbürger. Ich bin der Meinung ein Parlament sollte bestenfalls die ganze Breite der Gesellschaft abbilden. Ich wünsche mir mehr Menschen aus anderen Bereichen des Lebens in den deutschen Parlamenten. Ich möchte mehr Handwerker und Handwerkerinnen, Kindergärtner*innen, Pfleger*innen, Hausmänner und -Frauen, Erzieher*innen, Postboten*innen, LKW Fahrer*innen, Bäcker*innen und viele mehr. Ich möchte alle diese Menschen dazu aufrufen, sich verstärkt politisch zu engagieren und für Parlamente zu kandidieren. Das geht oft leichter als sie denken.

Viele Menschen scheuen die Politik, denken "das ist alles zu groß für mich.. Ich weiß vieles nicht.. Ich kann das nicht..". Glauben Sie mir, Sie können das und sie haben das gleiche Recht dazu wie jeder andere in Deutschland auch. Sie wissen nicht wie ein Parlament funktioniert? Das lernen Sie schon. Sie kennen nicht den Unterschied zwischen Europarat und Europäischem Rat? Googeln Sie es doch einfach wenn Sie es brauchen. Sie können keine perfekte Rede halten? Na und, schreiben Sie doch vorher auf was Ihnen wichtig ist und lesen Sie es ab. Wer sagt denn dass das falsch ist! Große Reden werden schon genug geschwungen. Auf den Inhalt kommt es an. Und glaube Sie mir bitte, Authentizität ist viel wichtiger als Perfektion.

Sie alle haben einen wertvollen Beitrag für dieses Land zu leisten. Lassen Sie sich von niemandem erzählen dass jemand anderes eher dazu prädestiniert ist die Geschicke dieses Landes zu beeinflussen als Sie. Haben Sie Mut. Trauen Sie sich. Glauben Sie an sich selbst. Nur Sie können sich selbst stoppen, kein anderer hat das Recht dazu. Ich bitte Sie, tragen Sie sich in meine Supporterliste für eine neue Politik in Deutschland ein. Und wenn Sie Lust haben Politik aktiv zu gestalten, arbeiten Sie an meiner Kampagne mit und folgen Sie mir in die SPD. Machen wir diese Partei gemeinsam wieder zu einer Partei die den Mensch in den Mittelpunkt stellt. Wir haben dazu einen klaren Fahrplan. Und falls ich Sie mit meinen Konzepten nicht überzeugen konnte, vielleicht finden Sie Ihr Glück in einer anderen Partei. Hauptsache Sie überlassen dieses Land nicht einfach den anderen. Deutschland ist Ihr Land.

    Ich sage: Parlamente müssen vielfältiger werden. Dieses Land gehört uns allen.

 

Ich bin KEIN Mitglied der SPD. Wie kann ich trotzdem der Kanzlerkandidat der SPD werden? Wie kann ich trotzdem erreichen, dass das bedingungslose Grundeinkommen in Deutschland Wirklichkeit wird? Wie kann ich durchsetzen, dass der Mensch wieder an erster Stelle steht? Wie kann ich dafür sorgen, dass Digitalisierung zuallererst ein Projekt für die Bürger wird?

Diese Kampagne ist keine One-Man-Show. Ich brauche euch. Ich brauche euch alle. Nur gemeinsam können wir unser Ziel erreichen. Diese Kampagne wird keine Social-Media-Kampagne werden. Wir bringen sie zu den Menschen. Auf die Straße. In die Fußgängerzonen. Auf Wochenmärkte. In die Vereine. An Schulen und Universitäten. Helft mir dabei.

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