Gesellschaft 4.0

Nichts wird unser Leben und das unserer Kinder im 21. Jahrhundert mehr prägen als die Digitalisierung. Trotzdem ist vielen von Ihnen dieses Thema vermutlich kein primäres Anliegen, manchen kann sie sogar gänzlich gestohlen bleiben. Ich verstehe das sehr gut. Von einem unschönen Thema wendet man sich lieber ab. Denn das ist es, was die Digitalisierung bisher in Deutschland ist: ein unschönes Thema. Mit Digitalisierung verbinden wir heute eine sich viel zu schnell verändernde Welt und neue Technologien, die unser Leben manchmal etwas leichter machen und uns noch öfter stressen und belasten. Kaum haben wir uns an etwas gewöhnt, kommt schon etwas neues. Unternehmen können jetzt noch mehr optimieren und maximieren, vor allem ihre Gewinne. Um das Wohl der Menschen ging es bei der Digitalisierung bisher scheinbar nicht. Milliardenschwere amerikanischen Tech-Unternehmen dominieren die digitalen europäischen Märkte. Europäische Firmen, das müssen wir zugeben, sind abgeschlagen. Die Hoheit über unsere Daten haben andere. Wer welche Daten von uns hat und was mit diesen Daten geschieht, davon haben wir keine Ahnung. Stattdessen kämpfen wir in Deutschland auch im Jahr 2019 noch mit einer miserablen Internetversorgung. Für den Aufbau der 5G-Netze brauchen wir anscheinend die Chinesen. Kurz gesagt, die Digitalisierung ist bisher in Deutschland ein Thema zum Wegschauen. Geht das auch anders?

 

Ja, es geht auch anders. Gesellschaft 4.0, was heißt das eigentlich? Es bedeutet, dass die Gesellschaft smart wird, auf allen Ebenen. Denn Digitalisierung ist nicht automatisch smart. Oftmals ist sie sogar extrem dumm. Aber es geht bei Gesellschaft 4.0 nicht bloß um Digitalisierung oder Technik-Firlefanz. Es geht dabei um Sie. Um Sie als Bürger. Um Sie als Mensch. Denn richtig gemacht, kann eine Gesellschaft 4.0 sehr viel für Sie tun. Lassen Sie uns deshalb Digitalisierung zu etwas Gutem machen, für uns. Nicht nur zu etwas das die Gewinne der Industrie und der großen Tech Firmen steigert. Digitalisierung gehört auch uns Bürgern. Digitalisierung darf nichts sein was bedrohlich über uns schwebt, das wir nicht verstehen und vor dem wir Angst haben. Wir müssen profitieren. Digitalisierung muss für uns Bürger funktionieren. Sie muss unsere Leben bereichern. Sie muss uns Wohlstand schaffen und bewahren. Sie muss uns Arbeit erleichtern und Geld sparen, Sie muss unsere Lebensqualität erhöhen und unseren Alltag einfacher und komfortabler machen. Sie muss uns gesünder machen und zufriedener. Sie muss uns entlasten und entstressen. Sie muss uns zu Neuem befähigen. Sie muss uns mehr Autonomie geben. Sie muss die Umwelt schützen und für eine reichere Natur sorgen. Digitalisierung muss uns die Zukunft zeigen. Wir als Bürger müssen das selbstbewusst einfordern. Ich zeige Ihnen, wie es geht.

VERWALTUNG 4.0

Kennen Sie auch dieses ungute Gefühl bei Behördengängen? Vielleicht habe ich etwas vergessen? Vielleicht habe ich eine Frist versäumt? Vielleicht habe ich ein Formular falsch ausgefüllt? Vielleicht entgeht mir durch mein Verschulden eine Leistung die mir zusteht oder ich muss eine Strafe zahlen? Wir haben internalisiert dass der Staat und seine Verwaltung irgendwie über uns stehen; dass wir dafür da sind es dieser Verwaltung recht zu machen. Ich sage Ihnen ganz deutlich das Gegenteil ist der Fall. Dieser Staat und seine Verwaltung sind dafür da um uns zu dienen. NICHT ANDERSHERUM. Die Verwaltung hat dafür zu sorgen, dass Bürger bekommen, was Ihnen zusteht. Die Verwaltung hat dafür zu sorgen, dass ihr Kind eine Geburtsurkunde bekommt, dass Ihr neuer PKW ein Kennzeichen bekommt, dass Ihr Personalausweis verlängert wird oder dass Ihr Wohnsitz angemeldet wird. Nicht Sie haben dem Staat hinterherzulaufen und es ihm recht zu machen bei allen möglichen Vorschriften, Fristen und Formularen, sondern der Staat hat es Ihnen rechtzumachen. Geht das? Ja es geht. Eine Verwaltung 4.0 wird genau so funktionieren.

 

Wir denken oft wir leben in einem modernen Land, dabei ist der Bürokratie- und Verwaltungswahnsinn heute schlimmer als jemals in der Geschichte zuvor. Wer selber nicht in der Verwaltung gearbeitet hat kann sich vermutlich kaum vorstellen, wie rückständig diese heute ist. Selbst an 2.0 (Online-Formular statt Papier) scheitern noch immer die meisten Behörden. Noch immer wird gelocht, geknickt und abgeheftet. Noch immer werden Briefe geschrieben, Aktendeckel beschriftet, Laufmappen befüllt. Obwohl mittlerweile (fast) alles in Computern gespeichert wird, ist der Umgang mit Daten in der Verwaltung bisher extrem dumm. Ein Beispiel: Daten, die in einem Programm in einer Abteilung vorliegen werden regelmäßig abgetippt, ausgedruckt, per Laufmappe in eine andere Abteilung transportiert und dort wieder händisch in ein anderes System eingepflegt. Man würde es nicht glauben, wenn man es nicht selbst gesehen hätte. Über die letzten 20 Jahre ist eine Fülle von Instrumenten, Datenbanken, Abfragen und Programmen eingeführt worden, um die Verwaltung dieser Daten zu vereinfachen. Das Problem ist, dass Daten systemübergreifend nur schlecht bzw. gar nicht miteinander kommunizieren können. Mit immer weiteren kleinen Instrumenten versucht die Verwaltung dem Herr zu werden. Was gut gemeint ist, verschlechtert jedoch insgesamt die Situation. In der Summe nimmt die Selbstverwaltung die nötig ist um alle diese Instrumente funktional zu halten immer weiter zu. Immer mehr Arbeitszeit geht auf gänzlich unproduktives drauf. Die aktuelle Politikergeneration denkt, so würde Digitalisierung gehen. Falsch. So geht dumme Digitalisierung.

 

Smart geht ganz anders. Wir müssen zurück zur Formel und Verwaltung noch einmal ganz neu denken. Was wir brauchen sind ein Identifikations- und Kommunikationsstandard für Verwaltungsdaten. EINEN Standard für ganz Deutschland. Ich möchte hier nicht zu technisch werden. Stellen Sie sich einfach vor, dass Daten in der virtuellen Welt im Prinzip dumme Gegenstände sind. Und jetzt stellen sie sich vor, sie würden diese dummen Gegenstände über eine Art ‚Internet der Dinge‘ schlau machen. Die Gegenstände wüssten plötzlich wer oder was sie sind und könnten miteinander sprechen. Alle Information zu einem Datensatz, auch wer darauf zugreifen darf, wären direkt in dem Datensatz kodiert. Dafür kann man zum Beispiel die Block-Chain-Technologie nutzen. Und jetzt stellen Sie sich eine Wolke aus Milliarden von schlauen Verwaltungsdaten vor die genau wissen, wie sie miteinander zu interagieren haben. Diese Wolke wäre unsere Verwaltung 4.0.

Was wäre für Sie der Unterschied? Jeder Mensch in Deutschland wird über eine Bürger ID - gültig von der Geburt bis zum Tod - Teil der Verwaltung 4.0. Wenn sie jetzt im Krankenhaus ein Kind bekommen, braucht der behandelte Arzt nur wenige Klicks und schon bekommt ihr Kind seine ID, die Geburtsurkunde, Sie bekommen Kindergeld, Mutterschutz, Elternzeit – alles ganz von alleine. Beim Autokauf müssen sie nicht mehr auf die Zulassungsstelle. Ihr Personalausweis wird ganz von allein verlängert. Ohne Behördengang. Ohne Anträge. Nichts. Einfach weil Daten auf smarte Art und Weise miteinander interagieren. Und das Beste daran: Wir machen es so, dass ihre Daten eine Millionen mal sicherer sind als heute. Nie wieder eine Nummer ziehen und warten, nie wieder Formulare ausfüllen, nie wieder Leistungen erst beantragen müssen, die uns sowieso zustehen, nie wieder eine Steuererklärung machen. Geht das WIRKLICH? Ich verspreche Ihnen, es geht. Sicherer, einfacher, schneller und mit weniger Betrug und Missbrauch als alles was wir heute haben. Die Verwaltung in Deutschland kann damit zu 90% abgebaut werden. Die Bürokratielast kann für die Bürger um 90% gesenkt werden. Die Kosten für den Steuerzahler können um 90% reduziert werden.

      Ich sage: Wir schaffen einen Staat der für seine Bürger da ist und nicht umgekehrt. Die Verwaltung 4.0 wird unser Leben erleichtern und uns Zeit und Geld sparen.

DATENSCHUTZ 4.0

Daten sind der wertvollste Rohstoff des 21. Jahrhunderts. Wertvoller als Öl oder Gold. Aus Daten werden Milliarden gemacht. Wir müssen begreifen, dass unsere Daten nicht jemand anderem gehören. Unsere Daten gehören uns. Werden Sie dafür bezahlt, dass jemand anderes mit ihren Daten ein Vermögen verdient? Also ich nicht. Wissen Sie wer welche Daten von Ihnen besitzt? Wissen Sie wie diese Daten genutzt werden? Wissen Sie wo diese Daten gespeichert sind? Wissen Sie ob diese Daten sicher sind? Wissen Sie wie und ob diese Daten weitergegeben werden? Ob Sie verkauft werden? Wissen Sie welchen Einfluss auf Ihr Leben die Nutzung Ihrer Daten durch Dritte hat? Wissen Sie ob Ihnen Nachteile daraus entstehen? Nein? Ich auch nicht. Bisher haben wir diesen Zustand als Bürger einfach hin genommen. Wir fühlen uns oft machtlos im Angesicht von Konzernen die mit unseren Daten machen was sie wollen, sie verbreiten, verkaufen, ausschlachten. Für den einzelnen Bürger ist es heute unmöglich geworden das zu überblicken, zu kontrollieren oder sich dagegen zu wehren. Daran hat die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) rein gar nichts geändert. Ich verspreche Ihnen eins: Mit mir als Bundeskanzler ist es damit vorbei. Ich gebe Ihnen die Macht über Ihre Daten zurück.

Ich werde ein Europäisches Datenregister (EDR) einführen. Ein zentrales Verzeichnis, das uns einen Überblick darüber gibt wer welche Daten von uns besitzt. Alle Unternehmen müssen an das EDR melden welche Daten sie besitzen und wie diese Daten genutzt werden. Es geht nur um die Art von Daten. Eigentliche Daten sind im EDR nicht abgespeichert. Ein Beispiel: Im EDR würden Sie sehen, dass Versicherung A Ihren Namen, Ihre Adresse und Ihr Geburtsdatum kennt und diese Daten außerdem an zwei andere Dienstleister weitergegeben hat. Mit Versicherung A haben Sie aber vielleicht gar nichts zu tun? Mit einem Klick könnten Sie diese Daten bei allen drei Firmen jetzt löschen lassen. Ohne überhaupt mit Versicherung A in Kontakt treten zu müssen. Das übernimmt – ganz automatisch – das EDR. Im EDR würden Sie auch sehen, dass Social Media Provider B ihr Nutzungsverhalten auswertet um es an Werbekunden zu verkaufen. Mit einem Klick können Sie das nun unterbinden oder sich von Social Media Provider B für die Nutzung Ihrer Daten finanziell entschädigen lassen. Für Unternehmen werden beim EDR Schnittstellen geschaffen, damit die Meldung, Speicherung und Löschung von Daten automatisiert werden kann und der Verwaltungsaufwand minimal bleibt.

Doch wer stellt sicher, dass Unternehmen sich auch daran halten? Dass sie genaue Meldung an das EDR machen und unsere Daten wirklich löschen wenn wir das wollen? Ganz einfach, mit Kontrollen und einem wirksamen Unternehmensstrafrecht. Alle Daten die existieren obwohl sie nicht an das EDR gemeldet wurden bzw. die anders genutzt werden als angegeben werden zu sogenannten illegalen Daten, deren Besitz in einem neuen Unternehmensstrafrecht einen Straftatbestand darstellt, der empfindliche Strafen nach sich zieht. Zur Überwachung brauchen wir keine neue aufgeblähte Behörde. Das geht mit wenig Personal und wenig Aufwand. Wir werden eine sehr wirksame Drohkulisse schaffen. Wer einmal 10 Prozent vom Jahresumsatz zahlen musste, weil er Daten nicht ordnungsgemäß gemeldet hat wird gerne seine Compliance Abteilung aufpolieren.

     Ich sage: Unsere Daten gehören uns. Wir holen uns die Macht über unsere Daten zurück. Die Selbstbestimmung des Individuums ist wichtiger als die Profite von Unternehmen.

GESUNDHEITSSYSTEM 4.0

Big Data wird es irgendwann möglich machen dass der Krankenwagen schon da ist bevor der Herzinfarkt oder der Unfall überhaupt passiert ist. Ganz soweit sind wir aber noch nicht. Trotzdem sollten wir so schnell wie möglich daran arbeiten unser Gesundheitssystem smart zu machen und zwar nicht zu Gunsten von großen Pharma-Firmen, sondern zu Gunsten von uns allen.

Ich werde deshalb eine Medical ID, Medical Open Data sowie ein staatliches Medical Big Data Modell einführen. Es funktioniert so: Die Medical ID wird bei Geburt vergeben und bleibt bis zum Tod bestehen. Alle Behandlungsdaten werden über die Medical ID personalisiert in einer Cloud auf deutschem Boden in höchstverschlüsselten Datentresoren gespeichert. Jede ID erhält ihren eigenen Tresor. Der Staat erhält keinerlei Zugang. Ärzte und Kliniken erhalten einen physischen Zugangspunkt zur Datenbank, über den der Patient seinem Arzt Einblick in ausgewählte Bereiche seines Tresors gewähren kann. Die Medical ID wird dadurch Mehrfachuntersuchungen minimieren und Kosten konsequent senken. Ein Datenmissbrauch ist durch die Art der Konstruktion der vielen Einzeltresore nahezu ausgeschlossen. Wir Bürger behalten die volle Datenhoheit.

Das ist jedoch nur der Anfang. Jeder einzelne Tresor sendet autonom alle Behandlungsdaten in anonymisierter und smarter Form an eine Open Data Datenbank sowie an das staatliche Medical Big Data Modell. Als Open Data stehen die Daten der ganzen Gesellschaft - Ärzten, Forschern, etc. - kostenlos und uneingeschränkt zur Verfügung. Die Medizinforschung erhält auf diese Art und Weise einen gewaltigen Schub, und zwar dauerhaft.

Im staatlichen Medical Big Data Modell werden alle Behandlungsdaten von smarten Algorithmen überwacht. Anomalien werden sofort ausgesteuert. Treten nach der Einnahme eines Medikaments wiederholt Komplikationen auf? Zeigen sich durch eine bestimmte Behandlungsmethode bisher unbekannte positive Wirkungen? Versterben in einer bestimmten Abteilung einer Klinik mehr Menschen als gewöhnlich? Treten in einem Gebiet mehr Fehlbildungen bei Säuglingen auf? Was bisher entweder ganz im Verborgenen blieb oder erst nach langer Zeit zu Lasten der Patienten entdeckt wurde steht jetzt quasi in Echtzeit bereit. Viele Menschenleben können so gerettet werden. Diagnoseverfahren, die heute noch völlig unbekannt sind können aufgedeckt werden. Unnötige Operationen werden vermieden. Darüber hinaus können Ärzte Diagnosen direkt beim Medical Big Data Modell verifizieren. Diagnosen werden schneller und präziser. Die Zahl der Arztbesuche lässt sich so signifikant reduzieren. Seltene Krankheiten werden schneller erkannt, auch von Ärzten mit wenig Erfahrung; Patienten landen schneller beim richtigen Spezialisten. Durch die Medical ID, Medical Open Data und Medical Big Data werden die Kosten im Gesundheitssystem um mindestens 30 % gesenkt.

 

Sie denken vielleicht, sowas in der Art plant doch die Bundesregierung jetzt schon mit der elektronischen Patientenakte. NEIN. Das was die Bundesregierung seit Ewigkeiten versucht einzuführen verdient noch nicht mal den Namen Gesundheitssystem 2.0. Es geht im Prinzip nur darum ein Stück Papier - Ihre Akte - einzuscannen und hochzuladen damit der nächste Arzt sie sich durchlesen kann. Das wars. Es ist Digitalisierung in ihrer un-smartesten Form. Und ganz ehrlich, bei den Sicherheitsmängeln, die jetzt schon bekannt sind, wird mir ganz angst und bange. Lassen Sie lieber mich das machen. Ich kann das besser.

     Ich sage: Mit der Medical ID und Medical Big Data verbessern wir unsere Gesundheit und senken die Kosten im Gesundheitssystem drastisch.

LANDWIRTSCHAFT 4.0

Ich bin der festen Überzeugung dass die komplexe Vernetzung von Daten im Zusammenspiel mit Robotik und KI sich in kaum einem Bereich so schnell und fundamental durchsetzen wird wie in der Landwirtschaft. Das Potenzial zur Steigerung von Effektivität und Senkung von Kosten ist enorm. Gleichzeitig können wir erhebliche Verbesserungen für die Umwelt erreichen. Düngung und der Einsatz von Pestiziden können massiv verringert oder sogar komplett vermieden werden, der Schutz von Insekten wird enorm erhöht. Der Wasserverbrauch kann um über 50% gesenkt werden. KI kann kranke Tiere schneller identifizieren als jeder Bauer oder Arzt und damit den flächendeckenden Einsatz von Antibiotika sofort beenden. Erhebliche Effizienzsteigerungen können dazu genutzt werden um landwirtschaftliche Flächen teilweise wieder zu renaturieren und so die Biodiversität zu fördern. Durch die smarte Nutzung von Daten können alle Prozesse der Landwirtschaft nicht nur optimiert sondern größtenteils automatisiert werden. Dies ist zwar eine unromantische Vorstellung aber bei der Zukunft geht man besser voran als hinterher.

Viele Landwirte haben den Wert von 4.0 schon erkannt und stehen dem sehr offen gegenüber. Andere Bauern sind noch nicht so weit. Wir brauchen deshalb unbedingt ein nationales Expertisezentrum für die Landwirtschaft 4.0, das allen Bauern beratend zur Seite steht, denn wir wollen jeden in die Zukunft mitnehmen. Durch die neue Technik kommt auf Landwirte weiterhin großer Investitionsdruck zu. Hier muss der Staat durch gezielte Förderung und günstige Kredite helfend zur Seite stehen. Unabdingbar ist eine flächendeckende digitale Infrastruktur 4.0. Wir brauchen rasend schnelles Internet an jeder Milchkanne.

     Ich sage: Mit der Landwirtschaft 4.0 steigern wir die Effizienz und verbessern die Gesundheit von Mensch und Umwelt. Mit einem nationalen Expertisezentrum nehmen wir alle Landwirte mit in die Zukunft. Der Staat steht den Landwirten beim Umbruch mit günstige Kredite zur Seite.

„Bei der Zukunft geht man besser voran als hinterher..“

DIGITALE INFRASTRUKTUR 4.0

Zyniker sagen, in Deutschland gibt es keine Funklöcher sondern Empfangsinseln. Wenn ich mit dem Zug durchs Land fahre frage ich mich tatsächlich manchmal, ob wir in Deutschland mehr Flächen mit oder mehr ohne Empfang haben. Was digitale Infrastruktur betrifft blicken wir zurück auf ein 20jähriges Versagen. Die mangelnde Versorgung mit Internet hat auch den Abstieg strukturschwacher Regionen beschleunigt. Wie kann es sein, dass selbst ärmste Länder teilweise eine bessere Internetversorgung haben als wir in Deutschland? Das liegt ganz einfach daran, dass der Staat die Versorgung privaten Unternehmen überlassen hat und das bis heute tut. Falls Ihnen mal jemand erzählen will, dass freie Marktwirtschaft notwendigerweise besser ist als staatliche Eingriffe, dann machen Sie ihn einfach auf die Versorgung der deutschen Bevölkerung mit Internet aufmerksam. Da haben Sie Ihre freie Marktwirtschaft.

Wir werden in den ersten 100 Tagen einer SPD geführten Regierung ein Gesetz erlassen, dass die Telekommunikationsunternehmen dazu verpflichtet, 100% aller Haushalte, Straßen, Schienenstrecken und Agrarflächen mit schnellem 4G Internet zu versorgen. Wir werden die Firmen zu einem smarten Roaming verpflichten, und die Stellschrauben dabei so setzen dass die Anreize für den eigenen Netzausbau besonders groß sind. Der Staat wird über die KfW für den Netzausbau günstige Kredite bereitstellen. Auch den Ausbau des 5G Netzes werden wir entsprechend vorantreiben. Es gibt meiner Meinung nach ein Grundrecht auf zeitgemäße Internetversorgung. Nicht nur autonomes Fahren, auch die autonome Landwirtschaft wird in den nächsten 15 Jahren ein großes Thema sein. Hier müssen wir unbedingt die nötige Infrastruktur bereitstellen.

     Ich sage: Es gibt ein Grundrecht auf Internetversorgung. Wir schaffen die digitale Infrastruktur für die Gesellschaft 4.0.

MOBILITÄT 4.0

Die Mobilität der Zukunft ist bereits in aller Munde. Emissionsfreies Fahren, Autonomes Fahren, Kommunikation zwischen Fahrzeugen, Lufttaxis Etc. Ehrlich gesagt, mir ist das alles noch viel zu wenig ambitioniert. Wir denken nicht vor, wir denken hinterher. Ich sage, wir machen unsere Verkehrsinfrastruktur zum Smart Grid. Sie müssen sich das vorstellen wie ein eigenes Internet, in der jeder Verkehrsteilnehmer seine eigene IP-Adresse hat und alle IP-Adressen miteinander sprechen. Jedes Fahrzeug bekommt seine eigene ID, aber auch jede Fahrspur, jede Kreuzung, jede Ampel, jeder Zebrastreifen, jede Baustelle, jede Sperrung, sogar jedes Schlagloch. Wir etablieren dafür einen sicheren Kommunikationsstandard. In Echtzeit haben alle Verkehrsteilnehmer alle Informationen über alle anderen. Selbst als Fußgänger oder Radfahrer erhalten Sie die Möglichkeit über ihr Handy Teil des Smart Grid zu werden und damit ihre Sicherheit zu erhöhen. Müssen Sie aber nicht. Für Kinder wird es Warnwesten mit integrierter ID geben. Dieses Smart Grid machen wir richtig und wir machen es sicher. Keiner wird von außen Ihr Gaspedal kontrollieren oder eine Ampel auf Rot stellen können. Verkehr wird effizient gesteuert, Kraftstoffverbrauch wird verringert, viele Unfälle können vermieden werden. Für die Bürger bedeutet das mehr Zeit, mehr Geld, mehr Gesundheit. Alle Mobilitätsdaten werden in anonymisierter Form Open Data. Auch die Bahn wird Teil des Smart Grids. Verspätungen werden verringert. Erstattungen kommen ganz automatisch zu Ihnen.

Eine Anmerkung zur E-Mobilität: Mir bedeutet individuelle Freiheit sehr viel. Mobilität ist ein ganz besonderer Ausdruck von Freiheit. Mobilität muss für jeden zugänglich und erschwinglich bleiben. Jeder sollte das Auto fahren, das er gerne fahren möchte. Lassen Sie sich von niemandem erzählen, das sei verkehrt. Ich zum Beispiel träume seit Kindertagen von einer Corvette mit V8 (hat bisher noch nicht geklappt). Sie möchten ein SUV fahren? Dann machen Sie das. Sie möchten einen Sportwagen fahren? Bitte, haben Sie daran alle Freude der Welt. Sie möchten ein E-Auto fahren? Auch gut. Natürlich muss die Politik an gewissen Stellschrauben drehen um etwas für Umwelt, Gesundheit und Klima zu tun. DENNOCH: Sie sind ein freier Bürger in einem freien Land. Lassen Sie sich von keinem etwas anderes erzählen.

     Ich sage: Wir gehen in Deutschland voran und machen die Verkehrsinfrastruktur zum Smart Grid. Wir werden einen Technologievorsprung erreichen den wir in die ganze Welt exportieren können.

ENERGIEVERSORGUNG 4.0

Ebenso wie bei der Verkehrsinfrastruktur werden wir auch den Energiesektor zum Smart Grid machen. Alle Teilnehmer, vom Kraftwerk, über die Stromleitung, das Umspannwerk, Fabriken, Bürogebäude bis hin zum E-Auto erhalten ihre eigene ID, Nutzung und Verteilung werden auf smarte Art und Weise gesteuert. Unglaublich aber wahr: Hier tut sich bereits etwas. Die Politik hat gerade begonnen – nur aus der Not heraus - die Wichtigkeit eines smarten Energieversorgungsnetzes zu begreifen. Sie ist allerdings noch im klein-klein verloren. An ein positives Ergebnis glaube ich nicht.

Wir werden weiterhin den Ausbau der Stromleitungen mit großer Vehemenz vorantreiben, damit wir endlich bei den erneuerbaren Energien schneller vorankommen. Allerdings gestehe ich ein, wir können nicht zaubern. Wir leben in einem Rechtsstaat und da brauchen solche Dinge Zeit. Umso schlimmer, dass alle Regierungen der letzten 20 Jahre den Ausbau der Stromleitungen vergessen haben.

     Ich sage: Das Energieversorgungsnetz wird zum Smart Grid. Der Netzausbau wird beschleunigt, der Ausbau der Erneuerbaren vorangetrieben.

VERTEIDIGUNG 4.0

Leider leben wir noch lange nicht in einer Welt, in der wir auf Verteidigung verzichten können. Auch eine gemeinsame Armee der Europäischen Union ist in weiter Ferne. Für den Moment sind wir also weiter auf die Bundeswehr angewiesen. Wer sich zur Notwendigkeit einer Armee bekennt der muss sich auch zu einer modernen Armee bekennen. Die Bundeswehr ist keine moderne Armee. Die Bundeswehr ist ein Dinosaurier. Die Bundeswehr ist der BER der Armeen. Die Bundeswehr ist eine Dauerbaustelle in der die Dinge schneller kaputt gehen als sie repariert werden können. Sind Sie es nicht auch leid? Immer wieder diese Berichte über kaputtes Militärgerät, das Milliarden gekostet hat und für nichts zu gebrauchen ist? 'Drei von vier Ubooten liegen im Dock, die Hälfte der Hubschrauber fliegt nicht, zwei Drittel der Panzer sind nicht einsatzbereit'. Denken Sie da nicht auch manchmal 'geht denn das nicht besser?' Ich verspreche Ihnen, es geht besser.

 

Heute ist die Bundeswehr wie ein Staat im Staat mit eigenen Ämtern und Behörden. Mit Selbstverwaltung genauso überlastet wie die allgemeine Verwaltung. Und ebenso wie diese muss die Bundeswehr zu einem Projekt 4.0 werden. Wir machen sie durch und durch smart. Wir strukturieren sie von Grund auf neu. Weniger Hierarchien, weniger Verwaltungsebenen. Die Bundeswehr muss aufgebaut sein wie ein modernes, schlankes Start-Up. Start-Ups sind alteingesessenen Firmen deshalb oft überlegen, weil sie schnell und flexibel sind, weil sie blitzschnell auf Veränderungen reagieren können und weil sie wenig Verwaltung haben. So muss auch die Bundeswehr sein. Die Zukunftsanforderungen an die Bundeswehr müssen mit Big Data Modellen geplant werden. Engpässe und Mängel, sei es bei Personal oder Militärgerät müssen bekannt sein noch bevor sie überhaupt auftreten. Bei der Beschaffung von Militärgerät müssen wir komplett zurück zur Formel.

Bei der Beschaffung von Militärgerät ging es in der Vergangenheit eher ums Haben als ums Funktionieren. Ein Mangel an Haben ließ sich im Hinblick auf internationale Verpflichtungen schlechter kaschieren als ein Mangel an Funktionieren. Zukünftige Reparaturen und Instandhaltungen spielen beim Beschaffungsprozess bis heute eine untergeordnete Rolle. Die Hersteller haben einen zu geringen Anreiz ihre Produkte im Hinblick auf Funktionalität und Beständigkeit zu optimieren. Das kann so nicht weiter gehen. Ausfälle und Reparaturkosten müssen bei den Produzenten internalisiert werden. Dies macht Rüstungsgüter zwar bei der Anschaffung teurer aber beim Unterhalt günstiger und insgesamt zuverlässiger. Produzenten müssen sich über entsprechende Versicherungen absichern.

Weiterhin brauchen wir neue Ausschreibungsmodelle für die Beschaffung. Internationale Kooperationen zum Bau von Panzern oder Kampfflugzeugen erscheinen auf den ersten Blick zwar wie eine sinnvolle Sache. So können Entwicklungskosten geteilt werden. Effizienz geht aber anders. Was bringt es uns, wenn man 100 Milliarden durch drei teilt, wenn man das Ganze auch für 10 Milliarden haben könnte? Sie denken, wir sparen Geld wenn wir den linken Flügel eines neuen Kampfjets in Spanien bauen, den rechten in Frankreich und den Rumpf in Deutschland? Von wegen. In Wahrheit sind das nur protektionistische Subventionsprogramme für Rüstungsunternehmen, die genauso schwerfällig und altmodisch sind wie die Bundeswehr selbst. Schauen Sie sich dagegen die NASA und Space X an. Dort geht es zwar nicht um Rüstung aber gleichermaßen um teure Hochtechnologie. Dort hat man die Wende geschafft. Space X fliegt heute – im Vergleich zu eigenen Flügen der NASA davor - zu 10% der Kosten ins All. Ein schlankes Start-Up hat sich gegen alle arrivierten Kräfte durchgesetzt und das beim Bau von höchstkomplexen Raketen. Genauso kann das auch die Bundeswehr schaffen. Offene Ausschreibungsmodelle statt von vornherein durchgeplanter staatlicher Großprojekte können Kosten massiv senken.

 

Auch in anderer Sicht verbleibt die Bundeswehr ein Relikt der Vergangenheit. Die Kluft zwischen Bevölkerung und Armee wird eher größer denn kleiner. Gelöbnisse im Fackelschein vor dem Reichstag - wie derzeit von der CDU inszeniert - holen die Bundeswehr ganz sicher nicht in die Mitte der Gesellschaft zurück. Anachronistische Symbolik und Zeremonifizierung bedienen höchstens militaristische und nationalistische Verklärung. Schluss mit diesem Unsinn. Im Gleichschritt unter der Flagge marschieren, die Hand auf dem Herz, Aufopferung fürs Vaterland: solche Denkweisen sind doch nicht mehr zeitgemäß und locken ganz sicher nicht die modernen, dynamischen, intelligenten und aufgeschlossenen Menschen die wir in unserem Heer brauchen. Wenn wir diese Menschen wollen muss auch die Bundeswehr so sein. Die Bundeswehr muss mit Technologie und Effizienz begeistern. Sie muss ihre Soldatinnen und Soldaten zu Außergewöhnlichem befähigen und sie nicht mit Bürokratie, Ideologie, und Inkompetenz frustrieren.

     Ich sage: Wir holen die Bundeswehr ins 21. Jahrhundert. Mit smarten Strukturen, smarter Beschaffung und smarten Menschen.

BILDUNG 4.0

Wir Menschen glauben gerne, wir müssten unseren Kindern das beibringen, was wir auch selbst gelernt haben. Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen, Kunst, Geschichte etc. Das war schon immer richtig. Denn natürlich sind bestimmte Fähigkeiten nie überholt und bestimmtes Wissen hat immer seinen Wert. Es war aber auch schon immer falsch, denn eine neue Generation muss auch immer neue Dinge lernen. Aber noch nie in der Geschichte der Menschheit war es so falsch wie heute. Denn noch nie hat sich die Gesellschaft so schnell gewandelt wie mit der Digitalisierung. Unsere Kinder werden ganz andere Fähigkeiten benötigen wenn sie groß sind als wir. Bereits heute haben wir einen wahnsinnigen Fachkräftemangel im IT-Bereich. Dies ist einer verfehlten Politik geschuldet, insbesondere der letzten 10 Jahre. In der Zukunft geht es jedoch nicht mehr nur um IT-Fachkräfte. Vielmehr werden alle Berufe eine hohe Digitalkompetenz erfordern. Wir müssen deshalb sofort umsteuern. JETZT werden die Weichen für die Zukunft gestellt. Shakespeare und Alt-Griechisch haben heute für die Lebenswirklichkeit der Menschen keine Bedeutung mehr. Digitalkompetenz ist heute wichtiger als die dritte Fremdsprache. Programmieren, Webseiten, Apps, Verschlüsselung, Datensicherheit, Automatisierung, Robotik: das müssen wir unseren Kindern beibringen und zwar von der ersten Klasse bis zum Abitur. Damit fangen wir besser heute an als morgen. In der Zukunft ist Digitalkompetenz essenziell. Digitalkompetenz muss sofort zum Pflichtfach für alle Schüler werden. So machen wir unsere Kinder fit für die Gesellschaft von morgen und für den Arbeitsmarkt der Zukunft.

     Ich sage: Wir brauchen sofort die Bildung 4.0. Nur so machen wir uns fit für die Zukunft.

OPEN DATA

Open Data liegt mir persönlich sehr am Herzen. Wikipedia sagt „Offene Daten sind sämtliche Datenbestände, die im Interesse der Allgemeinheit der Gesellschaft ohne jedwede Einschränkung zur freien Nutzung, zur Weiterverbreitung und zur freien Weiterverwendung frei zugänglich gemacht werden“. Open Data muss ganz klar von personenbezogenen Daten unterschieden werden, die nur uns persönlich gehören. Aus der freien, öffentlichen Nutzung von Daten (Verwaltung, Wirtschaft, Umwelt, Gesundheit) ergeben sich immense Mehrwerte für die Volkswirtschaft. Der Staat muss dafür sorgen, dass diese Daten für jeden zur einfachen Nutzung bereitstehen, vom Grundschüler bis zum Universitätsprofessor. Für Open Data gibt es bereits parteiübergreifend große Zustimmung. Lediglich an der Umsetzung hapert es noch. Insbesondere durch meine Konzepte Verwaltung 4.0, Gesundheitssystem 4.0 und Mobilität 4.0 werde ich dafür sorgen, dass nicht-personenbezogene Daten allen Menschen zur Verfügung stehen.

     Ich sage: Daten müssen für alle kostenlos und einfach zur Verfügung stehen. Wir alle werden davon profitieren.

VERBRAUCHERSCHUTZ 4.0

Unser Leben ist mittlerweile geflutet von Hardware und Software die mal funktioniert und mal nicht. Mit der fortschreitenden Digitalisierung und dem Internet der Dinge wird dies in Zukunft nicht abnehmen sondern dramatisch zunehmen. Die Technik wird dabei immer komplexer. Heute schon kennen viele von Ihnen bestimmt das Gefühl genervt zu sein, wenn Ihr Computer mal wieder nicht so will wie Sie. Oder wenn Ihr neuer WLAN-Drucker nicht druckt und keiner weiß warum. Wenn auf Ihrem Smart TV eine App abstürzt und Sie Ihre Login Daten über die Fernbedienung wieder reinfummeln müssen. Wenn Sie Fußball streamen wollen und es mal wieder einfach nicht funktioniert. Jeder hat vermutlich seine ganz eigenen Dinge, die ihn besonders frusten weil sie nicht so funktionieren wie sie sollen. Technik hat unser Leben mittlerweile derart überschwemmt, dass diese vielen kleinen Nickligkeiten allmählich einen Einfluss auf unsere Lebensqualität nehmen. Wenn ich mich einmal in der Woche über etwas ärgern muss ist das schon zu viel. Streikt die ein oder andere Technik jedoch tagtäglich, dann kann das an einem nagen. Trotzdem sage ich Ihnen das ist noch gar nichts verglichen mit dem was noch auf uns zukommt. Wir müssen verstehen, dass Unternehmen sich in einem permanenten Wettrennen befinden, fortschrittliche Produkte als Erstes auf den Markt zu werfen. Nur weil Hardware und Software immer komplexer werden – und Firmen eigentlich immer mehr Zeit bräuchten, um Produkte ausgiebig zu testen und Fehler auszumerzen - ändert sich an diesem grundsätzlichen Wettbewerb gar nichts. Stattdessen wird der Endverbraucher immer mehr mit halbgaren Produkten zum Betatester degradiert. Dies hat teilweise katastrophale Folgen. Denken Sie an die Gefahr, die von Samsungs brennenden Handys ausging. Denken Sie an das Desaster der Boeing 737 Max, das 346 Menschen das Leben kostete. Bestehende Zulassungsverfahren sind zunehmend der Komplexität von Produkten nicht mehr gewachsen. Komplexität, die immer weiter zunimmt. Wir müssen deshalb bestehende Zulassungsverfahren überarbeiten. Das alleine wird aber nicht reichen. Stattdessen müssen wir das gesamte System von Produkteinführungen neu überdenken. Wir müssen Mechanismen etablieren um das Wettrennen zwischen Unternehmen zu entschärfen.

 

Um dem zu begegnen werden wir dafür sorgen, dass neue Hard- und Software von unabhängigen Dritten auf Herz und Nieren überprüft werden muss, bevor diese Produkte auf den Markt kommen dürfen. Als Vorbild dienen mir hier die Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Nach der Abnahme durch eine staatliche Zulassungsstelle erfolgt eine Zuteilung an eine unabhängige ‚Technikprüfungsgesellschaft‘. Von einer solche müssen Produkte weitere sechs Monate im Alltagsgebrauch getestet werden, bevor sie in den freien Verkauf kommen. Treten Probleme auf, müssen Hersteller diese zunächst beseitigen und die Frist zur Markteinführung wird verlängert. Dies führt zu Entschleunigung erhöht den Anreiz, funktionale und ausentwickelte Produkte auf den Markt zu bringen. Lieber ein halbes Jahr später das Windows 10 Update bekommen und dafür nicht seinen PC crashen und Daten verlieren. Um sicher zu gehen, dass Produkte auch wirklich nachhaltig getestet werden, übernehmen die Prüfungsgesellschaften die Hälfte aller Schäden, die aus fehlerhaften Produkten entstehen und müssen sich hiergegen entsprechend versichern.

     Ich sage: Die Komplexität von technischen Produkten wird dramatisch zunehmen. Der Bürger darf nicht zum Beta-Tester degradiert werden. Das Wettrennen um neue Produkte muss entschleunigt werden.

ALGORITHMEN-TÜV

Wikipedia sagt ein Algorithmus ist eine „eindeutige Handlungsvorschrift“. Algorithmen bestimmen heute schon sehr viel. Was wir zum Beispiel im Internet konsumieren, welche Produkte wir kaufen, welche Musik wir hören, welche Videos wir schauen, welche Nachrichten wir lesen: all das wird fast

komplett von Algorithmen gesteuert. Meistens funktioniert das so, dass wir beim Konsum eines Produkts beobachtet und von dort zum nächsten Produkt weitergeleitet werden. Sei es ein Paar Schuhe, oder ein You-Tube Video oder ein Lied auf Spotify. Algorithmen können aber auch Rückschlüsse darauf ziehen, wer wir sind. Sind wir zum Beispiel männlich oder weiblich, welcher Ethnie gehören wir an, wie alt sind wir. Mit dieser Information können uns Algorithmen dann noch gezielter steuern. So können Algorithmen im Internet sehr schnell zu einer gezielten Ungleichbehandlung führen. Sie können zu einem Nachteil für Verbraucher werden. Sie können selbst zu Diskriminierung führen. Dem müssen wir einen Riegel vorschieben.

     Ich sage: Algorithmen dürfen nicht zu unserem Nachteil funktionieren. Wir brauchen einen staatlichen Algorithmen-TÜV.

ZUKUNFT 4.0

Wie ist Deutschland eigentlich für die Zukunft gerüstet? Der Klimawandel kommt, was bedeutet das für Landwirtschaft, Gesundheit, Gebäudebau, Energie? Auch die nächste Finanzkrise wird kommen. Werden wir diesmal besser dastehen? KI und Robotik werden sich in den nächsten 100 Jahren mit unglaublicher Geschwindigkeit ausbreiten. Ist unsere Gesellschaft vorbereitet? Was wenn in China irgendwann der demokratische Umsturz erfolgt? Kollabiert dann unsere Wirtschaft? Oder wird das alles gut gehen? So richtig weiß das doch keiner von uns. Ich bin eher die Fraktion ‚lieber vorher schon drüber nachdenken‘. Hierfür möchte ich mich komplexer Datenmodelle bedienen. Als Vorbild gelten mir Klimamodelle. Auch hier werden Milliarden von Daten verarbeitet um in die Zukunft zu blicken. In einem Big Data Modell können wir eine Art von Stresstests für die Volkswirtschaft durchführen und sichergehen, dass wir fit für die Zukunft sind. Denn sich auf einer starken Position ausruhen und auf das beste vertrauen ist nicht cool. Fragen Sie mal Nokia.

„Noch nie hat sich die Gesellschaft so schnell gewandelt wie mit der Digitalisierung. Wir haben das Pech - oder das Glück - dass wir zu dieser Zeit leben. Machen wir ein Glück daraus. Wählen wir selbst eine Zukunft, die für uns alle funktioniert.“

DAS IST DER PLAN

Ich bin KEIN Mitglied der SPD. Wie kann ich trotzdem der Kanzlerkandidat der SPD werden? Wie kann ich trotzdem erreichen, dass das bedingungslose Grundeinkommen in Deutschland Wirklichkeit wird? Wie kann ich durchsetzen, dass der Mensch wieder an erster Stelle steht? Wie kann ich dafür sorgen, dass Digitalisierung zuallererst ein Projekt für die Bürger wird?

WERDE JETZT SUPPORTER

WAS DU TUN KANNST

Diese Kampagne ist keine One-Man-Show. Ich brauche euch. Ich brauche euch alle. Nur gemeinsam können wir unser Ziel erreichen. Diese Kampagne wird keine Social-Media-Kampagne werden. Wir bringen sie zu den Menschen. Auf die Straße. In die Fußgängerzonen. Auf Wochenmärkte. In die Vereine. An Schulen und Universitäten. Helft mir dabei.

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